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19. Dez. 2011

Dass unser HBP rote Parteipolitik betreibt, ärgert mich schon sehr. Wenn man aber zZt nach Deutschland rüberschaut, muss man zugeben, dass wir trotzdem einen Ehrenmann als Bundespräsidenten haben…

Der deutsche HBP, Christian Wulff, hat angeblich nach seiner Scheidung mit seiner Neuen ein Haus gebraucht. Leider fehlten zum neuen ehelichen Glück läppische 500.000.- Öken. Kein Problem, sollte man meinen. Schnell in die nächste Bank, Konditionen aushandeln, unterschreiben und in das neue Heim einziehen. Die Bonität sollte ja für einen Ministerpräsidenten eines deutschen Bundeslandes und Anwärter auf das deutsche Bundespräsidentenamt sowieso kein Thema sein und die Raten für den Kredit sollten bei solchen Einkommen so oder so locker zu derblasen sein…

Der D-HBP Wulff ist die Sache allerdings ganz anders angegangen. Für einen Kredit in eine Bank geht vielleicht ein gewöhnlicher deutscher Tölpel, aber doch nicht ein Herr Wulff. Der ist zur Ehegattin eines befreundeten Geschäftsmannes (wie er selber sagt) oder zu diesem selber (wie www.spiegel.de behauptet) schnorren gegangen. Das Geld wurde dann – so wie man es halt macht, wenn man nichts zu verbergen hat ;) – vom Geschäftsmann über das Konto seiner Gattin mittels anonymen Bundesbankscheck an den Hrn Wulff übergeben (oder wäre verschoben das richtigere Wort? ;) ). Und als ob das nicht schon genug wäre, präsentierte D-HBP Wulff – wohl auf Druck der Medien – kürzlich noch eine Liste über seine Urlaube seit 2003. Darauf ist zu ersehen, dass der Gute insgesamt 6x bei honorigen Geschäftsleuten luxuriös für lau urlaubte. Der D-HBP betont dazu aber, dass diese Urlaube seine politischen Ämter nicht berührt und seit er Bundespräsident ist nicht mehr stattgefunden hätten. Letzteres beweist aber nur, dass es manchmal wirklich besser ist, zu schweigen, denn er gibt damit zu, fast immer bei Geschäftsleuten gratisgeurlaubt zu haben (6 von 7 von 2003-2009 – ab Anfang 2010 war er ja schon Präsidentschaftskandidat). Und welchen Grund hätte er, wenn die Gratisurlaube mit seinen politischen Ämtern sowieso nichts zu tun hätten, das als Bundespräsident nicht mehr zu tun?

Unsere deutschen Freunde können sich jetzt fragen, wie unabhängig ihr Moralhüter wirklich ist, wenn er sich eine Unterkunft nur durch die Hilfe (?!?) von honorigen Freunden leisten kann und sich urlaubsmäßig fast ständig von diesen aushalten lässt. Wir Ösis aber können über die Sache wirklich froh sein, denn jetzt wissen wir, was wir an unserem HeiFi haben. Das Bisschen Parteilichkeit (da ist wirklich nur die Paddei gemeint…) werden wir schon aushalten… ;-)
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PS: Das Bild hier muss ein Irrtum sein. Die Chaluppe sieht ja aus wie ein Bahnwärterhäuschen in den hintersten Karpaten. Da kann doch niemals der deutsche Bundespräsident drin wohnen… ;)

12. Dez. 2011

Die EU kann aus lauter Geldnot nicht mehr scheissen, aber es gibt doch auch “Erfolge” zu verbuchen…

Im Durban ist eben der bislang letzte Klimagipfel zu Ende gegangen. Wir erinnern uns, das sind jene Events, bei denen zig tausende Leute aus der ganzen Welt auf Einladung der UNO zusammenkommen, um im Zeichen des Klimawandels ein paar Wochen anständig dem Fressen und Saufen zu frönen. Zusammengebracht haben sie in Durban ansonsten natürlich wieder nichts. Man konnte sich lediglich darauf einigen, dass man sich bis 2015 einigen wird. Die EU-Umweltkommisarin Connie Hedegaard nennt das dann “alles erreicht” und Umweltminister Berlakovich spricht gar von einem “historischen Durchbruch“. Na ja, jeder wie er halt mag, aber insgesamt gesehen ist es in Anbetracht der Gesamtsituation wirklich ein gutes Ergebnis. Jeder Tag ohne Einigung erspart uns nämlich Unsummen, die wir den Klimahalsabschneidern in den Rachen schmeissen müssten, ohne die geringste Gegenleistung dafür zu erhalten…

Doch halt, nur warme Luft haben sie in Durban aber auch nicht produziert (obwohl ich die CO2-Bilanz dieses Events nicht ausrechnen möchte ;) ). Unsere Hauptdeppen unter Führung der Umweltkommissarin Connie Hedegaard haben doch etwas durgebracht. 100 Milliarden Dollar pro Jahr sollen die vom Klimawandel besonders betroffenen Länder erhalten. Und als gelernter EUler weiß man da natürlich gleich, dass 97,69 Prozent davon die EU (und davon wiederum drei Viertel selbstverständlich Deutschland) zahlen wird. Schade, dass es noch kein EU-Strafrecht gibt, denn dann würden Frau Hedegaard und ihre Unterläufer wohl wegen Untreue längst in U-Haft sitzen… ;-)

5. Dez. 2011

Mag Kristina Edlinger-Ploder, den Namen wird man sich merken müssen, wenn es dereinst darum gehen wird, das Abkacken der ÖVP zu erklären… ;)

Außerhalb der Steiermark hört man von der Frau Landesrätin gewöhnlich nicht viel und wie mir scheint, ist das auch gut so. Dem übrigen Österreich geht sie gewöhnlich also komplett am Allerwertesten vorbei und die Steirer werden ihr Wirken schon bei der nächsten Wahl zu würdigen wissen. Nun aber hat die Guteste ein ganz besonderes Schmankerl zum besten schlechtesten gegeben. Sie will den Schülern vorschreiben, was sie gefälligst zu essen haben. Wurstsemmeln / Cola & Co sollen in Schulen generell verboten werden. Stattdessen sollen in den Buffets nur mehr Kleie, Grüntee etc und zusätzlich am Klo Kondome verkauft werden…

Den lieben Kleinen soll also der Lebensstil der alltagsfaschistischen, eitlen Selbstverwirklicher (schmackhafte Nahrungsmittel = schlecht, Kleie und Herumhuren = gut) eingehämmert werden… ;)

Mir ist natürlich auch klar, dass Fastfood und Zuckerhaltige Getränke – im Übermaß genossen – der Gesundheit nicht förderlich sind. Aber trifft das nicht auf alle Nahrungs- und Genussmittel zu? “Trinkst zuviel Wasser, stirbst auch“, hat ein weiser Arzt bei uns einmal gesagt. Es geht also nicht darum, etwas NICHT zu konsumieren, sondern eher darum, nicht ZU VIEL davon abzubekommen.

Würde also die Frau Edlinger-Ploner kurzfristig auch etwas nachdenken, dann würde sie sehr schnell erkennen, worauf es wirklich ankommt. Solange nämlich ein Kornspitz mindestens zweimal soviel kostet, als eine Semmel, solange wird sich, zumindest beim Essen, nichts ändern. Da wäre zunächst einmal der Hebel anzusetzen. Wenn man nämlich bedenkt, welch verschwindend kleiner Anteil des Endpreises auf die Rohstoffe (Weißmehl / Vollkornschrot) entfällt, ist der Preisunterschied keinesfalls gerechtfertigt. Aber vielleicht weiß die Gute das eh und will nur einem gewissen Klientel ein gutes Geschäft zuschieben, indem sie deren Konkurrenz ausschaltet…

Und wenn wir schon beim nachdenken sind, wäre da noch etwas. Sollten sich die Preisunterschiede nicht ändern, dann wird der faschistoide Vorstoß der Frau Edlinger-Ploder, so er wirklich umgesetzt wird, noch etwas bewirken – nämlich das Ende der Schulbuffets. Gar so blöd, wie die Guteste meint, sind nämlich die Schüler (samt ihrer Eltern) auch wieder nicht. Die werden sich nicht derart gängeln lassen, sondern einfach die Jause – und zwar eine solche, die ihnen auch schmeckt – schon in die Schule mitbringen. Die Buffets werden dann zwar ausschließlich abgrundtief Gesundes anbieten, aber in Ermangelung von Kunden eingehen wie die sprichwörtliche böhmische Leinwand. Und was kommt dann? Werden dann die Jausensackerl der Kinder am Schuleingang von Securitys gefilzt? ;)

3. Dez. 2011

Hat es da nicht einmal einen Brief gegeben, wo ein angehender Bundeskanzler einem alternden Zeitungsbaron etwas versprochen hat?

Werner Faymann hat den Brief an Hans Dichand öffentlich im Wahlkampf geschrieben. Er dürfte schlechtes Gewissen gehabt haben, weil er da als Bundeskanzler in spe gemeinsam mit dem damaligen Noch-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (hätte nie gedacht, dass ich dem noch nachweinen würde…), gerade den Lissabon-Vertrags-Moloch ohne Volksabstimmung durchgemauschelt hatte und das natürlich bei den gewöhnlichen Wahltrampeln nicht so gut angekommen ist. Der Brief mit dem hoch und heiligen Versprechen (welches Werner Faymann im Wahlkampf 2008 dann noch unzählige Male erneuert hat), künftig bei jeder EU-Vertragsänderung das Volk entscheiden zu lassen (dh eine Volksabstimmung zu initiieren), wurde also geschrieben, um die Gemüter zu beruhigen und natürlich auch, um trotz der Lissabon-Sauerei gewählt zu werden.

Und die Rechnung ist aufgegangen, Werner Faymann wurde Bundeskanzler. Ich habe zwar den Brief und das verbindliche Versprechen aus der Sicht Faymanns als blanken Unsinn, der ihm einmal auf den Kopf fallen wird, gehalten, muss aber zugeben, dass ich es ihm abgenommen habe. Nicht, weil ich dem Kanzler eine so dreiste Lüge nicht zugetraut hätte, sondern, weil ich mir ganz einfach nicht vorstellen konnte, dass er sich das wirklich traut. Ok, ich habe mich getäuscht… ;)

Gestern beim Rapport bei Angela Merkel hat der Werner die Rechnung gelegt bekommen. Frau Merkel möchte im Zuge der Bekämpfung der Schuldenkrise die EU-Verträge geändert sehen und Volksabstimmungen in den einzelnen Ländern zu dem Thema sind das Allerletzte, was sie im gegenwärtigen Abwehrkampf gegen die Pleite großer Teile der EU jetzt gebrauchen kann. Das wird sie natürlich auch dem Werner eröffnet haben (no-na-net, war ja wohl der Grund von Werners Antreten bei der Angie). Und da hätte ich mit diesem gewiss nicht tauschen wollen, da wird eine Hose wohl gestrichen voll gewesen sein. Ob er dabei auch wie ein ertappter Volksschüler geweint hat, weiß ich natürlich nicht, aber jedenfalls dürfte er der Frau Merkel auch ein Versprechen gegeben haben geben haben müssen. Seither sagt er nämlich, bei den Rettungsplänen sei keine Volksabstimmung notwendig, obwohl Frau Merkel ausdrücklich betont, dass das, was sie vor hat, ganz klar eine Vertragsänderung ist…

In Hessen gab es vor gar nicht so langer Zeit in der SPD eine Spitzenkandidatin namens Andrea Ypsilanti, die im Wahlkampf ein verbindliches Versprechen abgegeben hatte und dies nach der Wahl nicht einhalten wollte. “Lügilanti” und “Tricksilanti” haben unsere deutschen Freunde sie dann bezeichnet und zum Teufel gejagt haben sie sie auch. So schlimm wird´s Werner Faymann aber nicht treffen. Wir sind ja nicht in Deutschland, bei uns ist das Ösiland und ein rechter Roter wird sowieso rot wählen, weil er das immer getan hat. Und außerdem passt “Lügi” in seinen Namen nicht so richtig hinein. Wir können ihn höchstens banal “Lügenmann“, liebevoll “Lügimann” oder ehrfurchtsvoll “Lüginator” nennen.

Aber vielleicht sollten wir mit dem Werner nicht so hart ins Gericht gehen. Woher sollte er denn wissen… ;)

1. Dez. 2011

Dass die Regierung wegen der ausufernden Staatsschulden und der Tripple-A-Angst den Allerwertesten nicht mehr zusammenbring, ist ja kein Geheimnis mehr. Nun dürften aber alle Parteien an einem Strang ziehen…

Der Rechnungshof hat ja kürzlich zum siebenundneunzigstenmal Spartipps an die Regierung veröffentlicht. Diesmal dürfte das gefruchtet haben, denn in der Mittags-ZIB hieß es heute:

Alle Parteien begrüßen die Vorschläge und sind für Reformen

Na, da kommt aber Freude auf. Mit einer 3/3-Mehrheit im Nationalrat können ja “alle Parteien” alle 599 Rechnungshoftipps locker umsetzen. Bitte, liebe “alle Parteien”, hebt gleich mit den Reformen an. Im nächsten Jahr können wir schon einen Budgetüberschuss haben.

Eines stimmt mich aber jetzt doch bedenklich. Nämlich die Frage, wie wir überhaupt in diesen systembedingten Schuldenschlamassel kommen konnten, wenn ja eh “alle Parteien” für Reformen sind. “Alle Parteien” werden doch nicht etwa auf die entsprechenden Fragen die ORF-Reporter angelogen haben? ;)

30. Nov. 2011

Was war dei Leistung, Peter?“, schreibt Gerhard Loub in seinem Blog und kritisiert dabei den Altmeister der Grünen, der sich seinerseits darüber beklagt, von der Null-Lohnrunde für Politiker betroffen zu sein…

Nun, meine Meinung über Peter Pilz – wie ich hier schon oft kundgetan habe – ist doch eher unterspickt, aber in diesem Fall hat er wohl recht. Wir regen uns immer auf, dass bei uns regelmäßig auch die größten Wappler in der Politik weit nach oben kommen. Es sollte uns dabei aber klar sein, dass das ein Zeichen mangelnder Konkurrenz ist. Wenn der Gescheite nicht will, kommt eben der Dumme dran – ist ja überall so. Es gibt natürlich viele Gründe, warum jemand sich die Politik nicht antun will. Da wird oft ins Treffen geführt, das die Politik ein dreckiges Geschäft ist und dort Falschheit und Niederträchtigkeit an der Tagesordnung wären. Wenn das aber der wirkliche Hauptgrund für das mangelnde Interesse der besten Köpfe an der Politik wären, dann müssten auch Konzerne die größten Schwierigkeiten haben, ihre Chefetagen mit halbwegs fähigen Leuten zu besetzen. In den höheren Regionen großer Betriebe wird´s ja ähnlich verlogen und niederträchtig zugehen. Da dort aber der Andrang sehr groß ist, wird es wohl eher daran liegen, dass ein Spitzenmanager in Österreich wahrscheinlich zehnmal soviel verdient, als zB unser Bundeskanzler.

Wenn man in diesem Lichte nun die gerade beschlossene Null-Lohnrunde für Politiker betrachtet, kommt man nicht umhin, das es sich dabei nicht um einen positiven Akt der Solidarität für das geplagte Volk, sondern lediglich um eine selbstdarstellerische Populismusaktion handelt – natürlich auch für das geplagte Volk, was es aber sicherlich nicht besser macht… ;)

Wer Spitzenleute will, muss auch Spitzengehälter bezahlen. Man sollte aber nicht in den Fehler verfallen, zB die (allermeisten) Abgeordneten (in der derzeitigen Form) als Spitzenpolitiker anzusehen. Für die paar Sitzungen im Jahr und das befehlsgemäße Abstimmen über unverstandene Sachverhalte sind die eh fürstlich entlohnt. Es geht um die Leute, die den Staat lenken – die Manager des Staates sozusagen. Die Anzahl dieser benötigten Spitzenleute kann man natürlich hinterfragen – dass sie sehr gut bezahlt werden müssen, sollte aber keiner Diskussion befürfen… ;)
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PS: Ich hätte das eigentlich als Kommentar bei Gerhard Loub hinterlassen wollen. Irgendwie scheint mir dort aber das Kommentieren verunmöglicht worden zu sein… :)

28. Nov. 2011

Nicht erst seit dem überschaubaren Abschneiden Österreichs bei den diversen PISA-Studien (von denen ich sowieso nichts halte) ist den “Fortschrittlichen” im Lande sonnenklar, dass etwas getan werden muss…

Claudie Schmied hat, nachdem sie die Kommnalkredit (mit)abgewirtschaftet hatte, als Unterrichtsministerin angeheuert. Dort hat sie sogleich die linksideologische Uraltidee der Gesamtschule ausgepackt und in Angriff genommen. Und sie war dabei – ein paar kleine Rechenfehler können schon mal passieren (wird ja wohl in der Bank auch nicht anders gewesen sein ;) ) – äußerst erfolgreich. Es ist ja beschlossene Sache, dass die Gesamtschule Neue Mittelschule flächendeckend eingeführt wird.

Soweit so gut. Dass eine rote Ministerin urrote Ideen umsetzen will und umsetzt, wäre alleine aber sicherlich noch kein Grund, die Tastatur zu strapazieren. In der linken Reichshälfte hat das Verfolgen steinzeitsozialistischen Ideen ja eine derart starke Tradition, dass man die eigentlich konservativ nennen müsste… ;)

Das wahre Genie der Frau Schmied kommt aber zum Vorschein, wenn man sich die Umsetzung der Gesamtschule Neuen Mittelschule ansieht. Die Guteste dürfte messerscharf erkannt haben, dass man den durch PISA hervorgetretenen Schwächen der ösiländischen Schüer – zB Lesen, Rechnen – nur durch doppeltverstärkten Unterricht in Musik und Zeichnen beikommen kann. Junge, die ist echt gut. Auf diese Zusammenhänge wäre ich in tausend Jahren nicht gekommen… :)

27. Nov. 2011

Anders kann´s wohl kaum sein, wenn man sich anschaut, für welche “Forschungen” Geld beim Fenster hinaus geschmissen wird…

Die Regierung kriegt den Allerwertesten ja nun gar nicht mehr zusammen und sucht krampfhaft nach Möglichkeiten, Geld einzusparen. Wenn man sich manche “Forschungen” so anschaut, dann würde es sich höchstwahrscheinlich lohnen, auch die Wissenschaft diesbezüglich abzuklopfen.

Beispielsweise wird im Messerli-Intsitut (nein, ist nicht in der Schweiz… ;) ) der Veterinärmedizinischen Universität Wien gerade die Beziehung zwischen Mensch und Tier “erforscht. Einfache Geister werden da gleich an Sodomie denken, aber nein, das ist es nicht. Es geht um die “emotionalen Fähigkeiten” von Keas, Krallenäffchen, Tauben, Schildkröten und Hunden etc.

Nun hat man ja Verständnis dafür, dass nicht alle Bemühungen zum Erlangen von Wissen (auch wenn sie von der öffentlichen Hand getragen werden) von praktischem Nutzen sein können. Aber Vieh bleibt Vieh, egal wieviel Geld man in die Bemühungen hineinbuttert, es zu vermenschlichen. Und wo ist die Grenze? Kommen dann die nächsten und fordern, ein ganzes Institut zu finanzieren, um die emotionalen Bedürfnisse eines Granitblocks zu erforschen?

Bei solchen Auswüchsen scheint es dringend erforderlich, den Forschungsdschungel in Österreich zu durchforsten. Wer den Ig-Nobelpreis zur Selbstverwirklichung braucht, soll sich natürlich darum bemühen können – aber nicht auf Regimentskosten… ;)

23. Nov. 2011

die Mediziner, die ihren Beruf ernst nehmen, nicht jeden hysterischen Scheiß mitmachen und sich auch noch getrauen, das auch öffentlich zu sagen…

Prim. Dr. Norbert Vetter ist einer von ihnen. Er bezeichnet die momentane Feinstaub-Hysterie als das was sie ist – eine Hysterie eben.


[gefunden auf ORF-Teletext - 23.11.2011, 21.22 Uhr - Seite 117]

Dem ist wohl nichts hinzuzufügen – außer, dass sich manche Politiker dieses Statement hinter ihre grünen Löffel schreiben sollten… ;)

23. Nov. 2011

Wenn der Hut lichterloh brennt und das Damoklesschwert schon gefährlich tief hängt, halten die Leute gewöhnlich zusammen, um das drohende Unheil abzuwenden. Sollte man jedenfalls meinen…

Dass der Hut infolge maßloser Schuldenmacherei schon bedenklich raucht, weiß man im Ösiland ja schon eine Weile lang. Das hat unsere 183 Dolme natürlich noch nie davon abgehalten, ein teures Gesetz nach dem anderen durchzuwinken. Nun aber sind auch die Ratingagenturen aufmerksam geworden und es droht uns ein Bonitätsverlust (Verlust “AAA”-Status), was sich mit höheren Zinsen für neue und auch der schon bestehenden Schulden des Staates auswirken würde.

Das hat jetzt die Regierung doch munter werden lassen und man einigte sich rasch, eine Deckelung der Staatsschulden (=Schuldenbremse) in der Verfassung zu verankern. Wenngleich auch gleichzeitig eine Steuerbremse eingezogen gehörte (nur beides gemeinsam kann den Staat wirklich dazu zwingen, mit dem Geld der Bürger sorgsam umzugehen), muss man die geplante Schuldenbremse dennoch als gute und notwendige Sofortmaßnahme ansehen. Eine Erhöhung der Zinsen für unsere Staatsschulden um ein einziges Prozent würde ja schon mit 2.000 Millionen (2 000 000 000) Euro pro Jahr zu Buche schlagen und jeder Depp kann sich vorstellen, was Zinserhöhungen von mehreren Prozenten (wenn die Spirale einmal in Gang gesetzt ist, kann es sehr schnell gehen) für Folgen haben würden.

Nun scheint es aber so, dass das Unglück mit der geplanten Schuldenbremse abgewendet werden kann. Gut, es sind auch noch zusätzliche Einsparungen (zurecht) gefordert, aber wir wussten ja alle, dass wir über unsere Verhältnisse gelebt haben und dass darob einmal die Rechnung gelegt werden würde. Wie es jetzt aussieht hängt aber alles an der verfassungsmäßigen Schuldenbremse, ohne eine solche wir das “AAA”-Ranking ganz sicher verlieren werden.

Man sollte nun meinen, dass bei so einem Anlass (es geht um unsere finanzielle Existenz – 2 Milliarden pro Prozentpunkt und Jahr seien in Erinnerung gerufen), ALLE Parteien im Parlament zusammenrücken und sich gemeinsam auf die Seite der Bürger stellen. Und zwar, um den Agenturen zu zeigen, dass die Österreicher in Zeiten von drohendem Unbill zusammenstehen, handlungsfähig sind und (auch wenn´s unangenehm ist) wissen, was zu tun ist.

Nur – unsere Kleinkrämeropposition ist da anders. Was scheissen die sich um die paar Milliarden, die ja sowieso nicht die Parteien, sondern eh nur die Ösiländer zahlen müssen. Sie zieren sich kleinkariert und machen ihre politischen Spielchen ungehemmt weiter – ganz so, als ginge es lediglich um eine unbedeutende Änderung in der Abfallbehandlungspflichtenverordnung…

Ein Gutes hat die Sache aber dennoch. Die Oppositionsflachwurzler zeigen uns hier ganz deutlich, welche Kaliber sie sind und was man von ihnen wirklich erwarten darf – nämlich nichts.

Und dabei wäre es so einfach gewesen. Man hätte nur ALS ALLERERSTES sagen müssen, dass man, wenn Österreich einem braucht, zur Verfügung stehen und selbstverständlich mitstimmen werde. Danach könnte man immer noch die Regierung geißeln, dass die uns in so eine Situation manövriert hat, die diese drastischen Schritte überhaupt erst notwendig gemacht hat. Man würde so den Bürgern signalisiert haben, dass Österreich zuerst komme und nicht – so wie es jetzt aussieht – die Partei.

In grenzenloser Dummheit haben also die führenden Oppositionspolitiker hier der Regierung einen Elfer aufgelegt. Und zwar auch noch einen solchen, der nicht einmal einen Schützen braucht, sondern sich vollautomatisch selber einnetzt. Der Werner und der Michi stehen nun als Strahlemänner in Sachen Krisenmanagement (sehr rasche Einigung auf die Schuldenbremse) da und haben gezeigt, dass sie, wenn es drauf ankommt, für die Österreicher auch zusammenhalten können (sowas sieht der Wähler ja gerne). Und den beiden kann jetzt eigentlich überhaupt nichts mehr passieren, denn für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Verfassungsmehrheit für die Schuldenbremse doch nicht erreicht werden kann, stehen sie als Märtyrer da. Schuld an dem finanziellen Desaster wäre ja sowieso die Opposition. Mich würde echt interessieren, wo die Oppositionsparteien ihre Berater ausgegraben haben. Vielleicht sollten sie auch einmal prüfen, für wen diese wirklich arbeiten… ;)
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PS: Viel gescheiter als die Oppositionsparteien sind auch die Bonzen der Arbeiterkammer nicht. Die können sich diese Blödheiten aber locker leisten. Sie werden ja nicht vom Volk, sondern nur von den eigenen Funktionären gewählt… ;)

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