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5. Aug. 2010

Die faschistische Lobbyistenbande hat wieder zugeschlagen. Diesmal erwägt die EU-Kommission einheitliche, schwarz/weiße Zigarettenpackungen vorzuschreiben

Das ist aber noch nicht alles, es sollen auch Zusatzstoffe wie Zucker und Kakao in den Zigaretten verboten werden und grausliche Bilder auf die ansonsten nur schwarz/weißen Packungen gezwungen werden. Die Marken dürfen nur in Einheitsschrift aufgedruckt werden und außer Warnhinweisen hat dann überhaupt nichts mehr auf den Packerln zu stehen.

Ist schon klar, das Rauchen wird von den Lakaien der Pharmahaie (WHO) aus Geschäftsgründen als der Teufel höchststelbst hingestellt. Aber wo wird das alles enden? Es ist ja kein Geheimnis mehr, dass nach dem Nikotin auch Alkohol und Essen als Ziele der geschäftstüchtigen Alltagsfaschisten auserkoren wurden. Beispielsweise streitet man in Großbritannien gerade, ob man Übergewichtige nicht einfach ganz offen “fettnennen sollte (*). Kommen dann auch schwarz/weiße Einheitsweinflaschen oder müssen die Mäki-Burger dann in schwarzen Einheitssackerln ausgegeben werden genau gleich schmecken, wie die King-Bürger? Zutrauen kann man es der lobbyismuszerfressenen Faschistenbande in Brüssel auf jeden Fall…

Die EU-Kommission samt ihrem Parlament genannten Wurmfortsatz kann sich in Sachen Bevormundung und Unterdrückung durchaus mit den größten Despoten wie Hitler, Stalin, Mao etc messen. Die Methoden sind zwar feiner, aber genauso effektiv – und der “Erfolg” wird letztendlich derselbe sein…
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PS: (*) Das soll jetzt nicht heißen, dass ich die britische Regierung deswegen verurteile. Im Gegenteil, ich bin ja selber ein Verfechter der direkten Sprache und politisch korrekte Verschleierungen sind mir ein Greuel. Außerdem liegen die Briten ganz richtig, wenn sie mit klarer Nennung des Problems die Eingenverantwortung anregen wollen. Der Fettsack ist nämlich für sein Fett genauso selber verantwortlich, wie der Raucher für sein Rauchen… ;)

4. Jul. 2010

In Bayern haben sie gerade eine Volksabstimmung gehabt und die Bayern sind mit gut 60 Prozent den Alltagsfaschisten auf den Leim gegangen…

Bei der Abstimmung ging es um ein totales Rauchverbot in Gastronomiebetrieben und an und für sich ist es ja nicht so schlecht, wenn man das Volk entscheiden lässt. Nur sollte man dabei wirklich demokratisch vorgehen und nicht eine Mehrheit über eine Minderheit abstimmen lassen. Ansonsten ist man sehr schnell im Missbrauch drinnen. Genau das haben sie in Bayern aber gemacht. Im Land sind etwa 26 Prozent der Bevölkerung Raucher. Abstimmen durften aber alle Bayern (auch die, die niemals eine Bar, ein Beisl, ein Bierzelt etc aufsuchen) und dass das Ergebnis nur ein totales Rauchverbot ohne Ausnahmen sein konnte, war wohl von vorneherein jedem klar – 74% sind halt viel mehr als 26%…

Dass Rote, Linke und Grüne für das totale Rauchverbot eintraten, war ebenso klar, wie dass die Liberalen dagegen sind. Der Chef himself aber, Horst Seehofer (CSU – wir erinnern uns, das ist diese Partei, welche den ganzen Scheiß angefangen hat und die schon einmal die Rechnung dafür präsentiert bekommen hat :) ), hatte anscheinend die Hosen derart voll, dass er sich nicht entscheiden konnte, wofür er stehen sollte. Na ja, Politiker eben. Der Gute hat wahrscheinlich noch gar nicht behirnt, was für einen Schas er sich durch sein Zaudern eingetreten hat. Er wird mit seiner CSU nämlich wieder die politische Zeche für den Schmarren bezahlen müssen… ;)

So weit, so schlecht. Noch schlimmer als das Rauchverbot ist der demokratische Missbrauch, der in Bayern betrieben wurde. Es hat eine Mehrheit über eine Minderheit abgestimmt und niemanden scheint das zu stören. Nicht einmal die vereinigten Guten regen sich auf. Gerade die haben die Abstimmung in Bayern ja betrieben. Was würden die jetzt so jubelnden Tugendbolde wohl dazu sagen, wenn jemand auf die Idee käme, bundesweite Abstimmungen für andere heisse Themen zu initiieren. Etwa in der Arigona-Sache, zu Fragen des Asylrechtes, zur kärntner Ortstafelfrage etc etc… ;)

21. Jun. 2010

Dass Kalifornien pleite ist und der Gouvernator deshalb finanziell mit dem Rücken zur Wand steht, ist schon eine Weile lang kein Geheimnis mehr. Jetzt geht Arnold Schwarzenegger neue Wege…

Wenn die Bürger dafür sind (und angeblich schaut´s ganz danach aus), möchte er Cannabis freigeben. Das würde ca 1,4 Milliarden Dollar in die leeren Kassen spülen und zudem würde das Budget auch damit entlastet, dass weniger Drogenkriminelle einsitzen und damit teuer versorgt werden müssten. Na ja, unser Arnie weiß, was sich gehört. Wenn die Leute schon kiffen wollen, dann sollen´s das auch zum Wohle des Staates tun können und nicht indirekt den Drogenbaronen das Geld in den Rachen werfen müssen.

Ich selber werde aber mit dem Staunen nicht fertig. Gerade in dem Land, wo der Anti-Raucher-Krieg seinen Ausgang nahm und auch sonst jeder Schas Experten- und Gesetzgeberhysterie auslöst, will man jetzt das Kiffen erlauben? Eigentlich unglaublich, aber da sieht man wieder, dass auch die größte (Finanz)Not auch oft ihre guten Seiten hat… ;)

Ich hoffe nur, dass die Kalifornier für die Freigabe stimmen. Dann wird man nämlich sehen, wie die Durchführungsverordnung gestaltet sein wird. Hoffentlich nicht so dämlich wie in Holland, wo man in den CoffeeShops zwar Kiffen, Tabak aber nicht rauchen darf… :)

Auf die langen Gesichter der missionarisch-humorlosen Zwangsgesunder hierzulande bin ich schon gespannt. Die wird es sicher geben, denn eins und eins können diese Herrschaften auch zusammenzählen und wenn die jetzt in dem Land, wo der Gesundheitswahn erfunden wurde, schon so anfangen… – lilililili lalalalala lililililalila dadidada:) :)
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PS: Eugene Hütz möge mir die ausgeborgte Textzeile verzeichen… ;)

5. Apr. 2010

Beim Herumsurfen ist mir dieser Test auf Kurier.at zur Feststellung des biologischen Alters und der Lebenserwartung aufgefallen. Obwohl ich von solchen Tests absolut nichts halte, habe ich aus Jux und Tollerei die Fragen brav und wirklich ehrlich beantwortet. Und das war dann die Überraschung:

Bei Fortsetzung Ihres derzeitigen
Lebensstils liegt Ihre Lebens-
erwartung am wahrscheinlichsten
bei 84.8 Jahren.

Ihr biologisches Alter
beträgt 48.9 Jahre.

84,8 Jahre also. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass aktuell die Lebenserwartung von Männgern bei 77,62 Jahren liegt und ich als seit Urzeiten rauchender, dem Alkohol überhaupt nicht abgeneigter Fast-nur-Fleischesser Obst generell meide. Ich hoffe nur, dass die Pensionsversicherungen hier nicht mitlesen, den nachher erhöhen mir die Falotten noch die Prämien… :)

Nun ist klar, dass man solchen Tests keinesfalls große Bedeutung beimessen sollte. Demjenigen, der aufmerksam durchs Leben geht, eröffnen sich dadurch aber dann doch einige Informationen. So ein Test wird idR nicht von Dummschädeln erstellt, sondern die Leute denken sich etwas dabei. Viele Fragen betreffen die Rauch- und Alkoholgewohnheiten, viele aber auch die seelische Zufriedenheit (Job, Freunde etc). Wie gesagt, ich habe alle Fragen nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet und hätte eigentlich erwartet, günstigstenfalls irgendwo knapp über 70 eingestuft zu werden. Die Kurier-Serie behandelt ja das Thema Gesundheit. Und das ist die Spielwiese alltagsfaschistischer Tugendbolde und man hätte also erwarten müssen, als Raucher und Trinker kräftig herabgestuft zu werden. Scheinbar aber werden sportliche Betätigung und seelische Zufriedenheit genauso ins Plus gewertet, wie Tabak und Alkohol ins Minus, was den Test einmal sympathisch erscheinen lässt.

Natürlich deckt sich das aber nicht mit den Dogmen der alltagsfaschistischen Tugendmafia, welche (bewusst oder unbewusst) die Angelegenheiten der Pharmahaie lobbyieren. Die Prediger dort wollen alles (Rauchen, Alkohol, Fleisch etc) verbieten und ALLE zu willenlosen veganischen Grünteesäufern machen… ;)

Sie übersehen dabei nur, dass sie dabei sind, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Jeder Zwangsbekehrte wird nämlich nicht glücklich sein – Unterdrückte sind das ja nie. Und eben das schlägt sich dann in Krankheit und letztendlich in der Lebenserwartung nieder. Der größere Teil der Tugendbolde ist nur auf dem Holzweg, weil er die Zusammenhänge nicht behirnt (die plappern nur gutmenschlich nach was ihnen vorgegeben wird) und freuen sich, anderen ihren Willen aufzwingen zu können. Den anderen aber, und das sind die gefährlicheren, ist die Gesundheit der Menschen vollkommen wurscht. Denen geht es nur darum, dass das Kartell seine Drogen (Antidepressiva, Nikotinentwöhnungszeug etc) verticken kann… ;)

22. Mrz. 2010

Sie verlieren zur Zeit eine Wahl nach der anderen und suchen ihr Heil im Alltagsfaschismus. Die Roten – SPÖ und Grüne – starten mit kräftiger Unterstützung des neutralen Rotfunks wieder eine Kampagne für das totale Rauchverbot…

Der Schlachtruf lautet: “Das Gesetz wird nicht eingehalten, darum brauchen wir ein strengeres Gesetz”. Dass diese Forderung an Dämlichkeit nicht zu überbieten ist, stört Gesundheitsminister Alois Stöger und Glamour Eva, ihres Zeichens grüne Frontfrau, anscheinend nicht im Geringsten. Nach der Logig dieser Anti-Rauch-Krieger müsste man auch das Autofahren (viele fahren zu schnell), die Milch (daraus wird tödlicher Käse gemacht) oder das Schifahren (Unvernünftige lösen gelegentlich Lawinen aus) verbieten. Diese Liste könnte man beliebig lang fortsetzen. Auf die Idee, ein bestehendes Gesetz zu exekutieren kommen die Herrschaften überhaupt nicht. Da müssten sie nämlich selber was tun – besonders unser Herr Minister

Positiv ist zur Zeit wohl nur, dass ein Totalverbot derzeit nicht kommen kann. Rot/Grün hat – dem Himmel sei´s gedankt, sonst hätten wir wahrscheinlich schon DDR-Verhältnisse – keine Mehrheit, die ÖVP wird sich hüten, nach den Steuerankündigungen auch nur einen einzigen Wähler zusätzlich verärgern zu wollen und FPÖ sowie BZÖ sind sowieso auf Seiten der Freiheit.

Wie faschistisch SPÖ und Grüne derzeit eingestellt sind, sieht man auch an der an den Tag gelegten Eile. Man kann gar nicht mehr warten, bis die EU das Rauchverbot einführt. Nein, man will es in vorauseilendem Gehorsam – ohne Rücksicht auf Verluste – selber tun. Ach ja, “SPÖ sucht nach Gründen für Wahlschlappe” kann man gerade auf orf.at lesen. Wahrscheinlich ist das eine rhetorische Frage, denn die Antwort liegt eh auf der Hand. Wer immerfort gegen das Volk regiert (nicht nur beim Rauchen, auch in Frauen-, Homo-, Asyl/Zuwanderungssachen etc), kann auf Dauer nur verlieren…

Aber wie auch immer. Vielleicht treibt das internationale Faschistenpack so zur Eile, weil das Raucherthema endlich einer Endlösung zugeführt werden muss. Es stehen ja schon die Dicken und die Alkoholkonsumenten an, die auch niedergemacht gehören. Bei letzteren läuft die Campaigne genauso ab, wie das beim Rauchen war. Der Passivtrinkerschutz wurde von der WHO-Sekte bereits als Ziel ausgerufen… ;)

5. Mrz. 2010

Meine Geduld mit den Wirten ist dann am Ende“, lässt Gesundheitsminister Alois Quargelman Stöger den starken Mann raushängen und droht der Gastronomie auch unverhohlen mit einem totalen Rauchverbot, wenn sie das Gesetz nicht einhalten: “Wenn das Gesetz nicht respektiert wird, werde ich mich für ein generelles Rauchverbot in Gaststätten einsetzen.”

Ich merke zwar davon nichts (dort wo ich verkehre, ist das Rauchen, wenn überhaupt, nur mehr an bestimmten – eher bescheidenen – Plätzen erlaubt), aber der veröffentlichten Meinung nach wird in den Lokalen so weitergeraucht, als ob es kein Rauchverbot geben würde. Auf den ersten Blick erscheint es da natürlich nur logisch, für die Einhaltung des Gesetzes auf den Tisch zu hauen. Wohl nur auf den ersten Blick, denn wer bitte schön ist denn zuständig, die Einhaltung des Anti-Rauchergesetztes durchzusetzen? Richtig, genau jener Gesundheitsminister, der jetzt über den Starrsinn der Wirte lamentiert.

Das Aufpudeln des Ministers ist auch deshalb unangebracht, weil wir uns ja noch in der Übergangsfrist befinden. Von großem Österreichverständnis zeugt es nämlich nicht, sich darüber zu wundern, dass eine zugestandene Übergangsfrist im Geschäftsleben ausgereizt wird…

Und außerdem sollte sich Minister Stöger einmal verinnerlichen, wie das mit Gesetzen, der Einhaltung und den Maßnahmen im allgemeinen so ist. Wenn Gesetze nicht eingehalten werden, ist die Vollziehung (Minister gehören dieser Zunft an) berufen, den gesetzmäßigen Zustand herzustellen. Wenn ein Minister das nicht schafft, spricht man gemeinhin von Unvermögen. Einem unfähigen Vollzugsbeamten wird es aber auch nicht helfen, neue Gesetze zu machen, die er dann ja wieder nicht vollziehen kann… ;)
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PS: Insgeheim verstehe ich Minister Stöger ja. Er steht unter Dauerbeschuss der Anti-Rauch-Tugendbolde und zudem liegt ihm der Käse immer schwerer im Bauch. Ein Befreiungsschlag gegen die Raucher wird ihm aber nicht viel helfen, denn einerseits mag es niemand, wenn andauernd auf dieselben hingetreten wird und andererseits wird sich niemand vom Todeskäse ablenken lassen – diejenigen, die seinen Rücktritt deswegen fordern, schon gar nicht… ;)

19. Feb. 2010

Das Amiland ist ein freies Land. Na ja, zumindest so frei, dass sich dort Extremisten aller Art ausleben können. So auch die Stadtverwaltung von Seattle, die das Rauchen in öffentlichen Parks total verbieten wollte…

Verboten haben sie es dann ja auch, mussten das Totalverbot aber noch vor dem Inkrafttreten zurücknehmen, weil sich die Bürger dagegen massiv aufgelehnt haben. Nun ist es ab 1. April (tolles Datum für so einen Unsinn… ;) ) in den öffentlichen Parks von Seattle untersagt, zu rauchen, wenn nicht ein Abstand von mindestens 25 Fuß (7,5 Meter) zu anderen Personen besteht.

Nun sind die USA ein großes land und zudem frönt man dort der Anti-Rauch-Religion außerordentlich. Sooo ungewöhnlich sind also dort raucherdiskriminierende Verbote nicht. Ungewöhnlich ist eher nur, dass in der Sache die Stadtregierung infolge Drucks durch die Bürger schleunigst den Rückgang einlegen musste, den der Leiter der Seattler Parkbehörde, Timothy Gallagher (mit dem Tabakkonzern wird der wohl eher nicht verwandt sein ;) ) jetzt als Kompromiss zu verkaufen sucht.

Freilich, besser geworden ist die Sache mit der 7,5-Meter-Regelung sicher auch nicht. Was damit genau gemeint ist, ist ja nicht so klar. Zwar weiß natürlich jeder wie weit 7 1/2 Meter sind, aber die Welt ist ja nicht statisch und die Mensche bewegen sich gewöhnlich. Nehmen wir an, jemand will in einem seattler Park eine qualmen. Wenn in einem Radius von 7,5 m niemand um ihn ist darf er das künftig auch. Er darf sich dann aber mit brennender Zigarette niemandem nähern. Soweit ist ja noch alles klar. Aber was ist, wenn sich jemand dem Raucher trotz brennender Zigarette (der Himmel möge uns beistehen) nähert? Muss der Raucher dann flüchten? Und was ist, wenn jemand von hinten unbemerkt in seine 7-1/2-Meter-Zone eindringt und er deshalb die Zigarette nicht schnell genug ausmachen kann? Ist er dann strafbar? Da kommte auf die Behörden allerhand zu, denn Anti-Rauch-Aktivisten (um nicht Extremisten und Hysteriker zu sagen) gibt es hüben wie drüben weiß Gott genug… ;)

Aber vielleicht ist das ja alles eh beabsichtigt. Die USA sind ja auch als derard freies Land bekannt, dass jeder jeden jederzeit verklagen kann… :)

4. Feb. 2010

Zu befürchten war es ja, überraschen tut es einem dann doch. Die EU, namentlich der Rat, hat schon am 30.11.2009 eine Empfehlung über rauchfreie Umgebung beschlossen…

Gerüchte sind schon früher aufgetaucht, News thematisiert den Ratsbeschluss der EU in der aktuellen Ausgabe. Empfohlen wird in dem Pamphlet ein totales Rauchverbot sowieso (nur halt jetzt tatsächlich auch im Freien), Denunzianten- und Blockwarttum genauso wie abschreckende Schauprozesse gegen Promiraucher.

An und für sich wäre das alles ja nicht gar so verwunderlich. Man weiß ja, dass in Brüssel eine lobbyismusgelenkte Faschistenbrut am Ruder ist. Das Problem ist nur, dass diese Brut nur deshalb soviel Macht hat, weil unsere Dolme nicht erkennen, was dort vor sich geht. Im konkreten Fall wurde die Empfehlung zwar von der Lobbyistenbande vorbereitet, aber ohne Ratsbeschluss hätten sie sich diese sonstwo hinstecken können. Belangloses Geschreibsel wäre der Entwurf gewesen, wenn ihn nicht der Rat erhoben hätte. Und wer hat dort für uns mitgestimmt? Oha, unser verehrter Herr Gesundheitsminister Alois Stöger, der zu Hause so gerne den toleranten Beschwichtiger gibt und sich so bei den Rauchern einzuschleimen sucht. Es ist jetzt unerheblich, ob er nur bei der Abstimmung den Gutmenschen raushängen hat lassen (dh, dass sie ihn über den Tisch gezogen haben) oder ob er es absichtlich getan hat (ich tippe auf zweiteres, weil sonst wäre Stöger ja ein atypischer SPÖler;) ). Es zählt nur das Resultat und das ist verheerend, weil mit der Empfehlung eine Grenze überschritten wurde und sowas jetzt in Zukunft auch als funktionierende Strategie für alle möglichen Bereiche hergenommen werden wird…

Wie ungeheuerlich die Empfehlung ist, sieht man schon alleine daran, was der Verfassungsrechtler Bernd-Christian Funk davon hält. Hier einige Zitate aus News von ihm:

„einen neuen Abschnitt im Krieg der Gesellschaft gegen die Raucher“

„Dieser Text ist nahezu vom Geist talibanischer Fundamentalisten getragen.“

„Dieses Papier spiegelt eine fortschreitende Radikalisierung in Fragen grundsätzlicher gesellschaftlicher Wertvorstellungen wider“

„Empfehlungen wie diese sind Ausdruck einer zunehmenden Hilfslosigkeit und der Hoffnung auf die heilende Kraft strenger Strafen.“

Wenn das der Bernd-Christian Funk sagt, dann muss es wohl schlimmer sein, als ich angenommen habe. Der Mann liegt ja ansonsten praktisch nie auf meiner Linie…

18. Jan. 2010

Es war von Anfang an klar, dass nach den Rauchern die Dicken bekriegt werden sollen. Das ist wohl schon in vollem Gange, denn jetzt werden meistens Übergewichtige in einem Atemzug mit den Rauchern negativ genannt. So auch in der Studie des Robert Koch Institutes in Berlin…

Demnach kann man Rauchen und Übergewicht nach dem sozioökonomischen Hintergrund der “Betroffenen” quantifizieren. Zusammengefasst kann man sagen, dass in den unteren Schichten mehr geraucht, mehr (unvorteilhaft) gegessen und zudem sich weniger sportlich betätigt wird. Und das zum Teil beträchtlich – bei den Rauchern etwa ca 50 zu ca 30 Prozent.

Nun ist das Ergebnis der Studie eine sooo große Überraschung nicht. Man kann das ja mit freiem Auge selber überall sehen. Warum das so ist, sollte auch ziemlich klar sein. Angehörige der unteren Schichten haben idR weniger Geld zur Verfügung und da sind Rauchen und billiges Essen ein Luxus, den man sich halt leistet. Für viele wird das wohl überhaupt den einzigen leistbaren Luxus darstellen.

In gehobeneren Kreisen ist das nicht so. Dort spielt der Tennislehrer genausowenig eine Rolle, wie die Mitgliedschaft im Golfclub und jede beliebige Sportausrüstung und -ausübung ist locker leistbar. In diesen Kreisen muss man gewöhnlich nicht zu Hause sitzen und sinnieren, wie man die Freizeitwoche (und vieles andere) über die Runden kriegt.

Und noch einen Grund für das Ergebnis der Studie gibt es. Während für ärmeren Schichten Essen, Rauchen und Alkohol (wurde zwar von der Studie nicht erfasst, aber da wird das Verhältnis wohl auch nicht viel anders sein…) die einzigen legalen Mittel zur Suchtbefriedigung sind, stehen der gehobenen Gesellschaft zusätzlich noch jene Drogen zur Verfügung, die von den Seelenklempnern vertickt werden… :)

14. Jan. 2010

Was haben die russischen Kommunisten, der Vatikan und die Antiraucher-Religionsgemeinschaft gemeinsam? Richtig, sie alle matschkern über den Spielfilm Avatar…

Der Film ist sowieso schon ein Kassenschlager und die Meinungsterroristen können den Erfolg nicht mehr verhindern. Sie können höchstens noch dazu beitragen, dass er den höchsten Gewinn aller Zeiten einspielen wird. Aber was stört denn die Gehirnwäscher so sehr an einem Spielfilm?

Am ehesten normal erscheinen da noch die russischen Kommunisten. Die sagen, die Filmemacher hätten geistiges Eigentum, nämlich von Boris Strugazkis Roman “Die Unruhe“, geklaut. Avatar habe ich noch nicht gesehen und den Roman kenne ich schon gar nicht. Jedenfalls aber will der Autor nicht juristisch gegen James Cameron vorgehen, was dann doch einiges aussagt…

Im Vatikan wiederum ist man sauer, weil in Avatar die Natur nicht mehr als Schöpfung Gottes, sondern selber gleich als gottgleich verehrt werde – Blasphemie also. Ich weiß schon, die Kirche hat es derzeit nicht leicht, es laufen ihr haufenweise die zahlenden Mitglieder davon. Um hier gegenzusteuern würde es aber genügen, die sich moralisch auf GIS-Niveau befindliche Kirchensteuer zu überdenken. Auf einen Film loszugehen wird da sicher nichts helfen… ;)

Als die größten Faschisten der merkwürdigen Avatar-Jagdgesellschaft outen sich aber (nicht unerwartet ;) ) die Protagonisten der Nichtraucherreligion. Die stoßen sich daran, dass im Film eine Raucherin sympathisch dargestellt wird. Schocking! Da bemüht man sich jahrzehntelang, Raucher als das größte Übel der Welt hinzustellen (inkl Verbannung, Denunziation etc) und dann kommt James Cameron daher und lässt Sigourney Weaver in einem Film rauchen. Und als ob das noch nicht blasphemisch genug wäre, gibt er ihr dabei auch noch einen sympathischen Charakter. Wenn einem strammen Anti-Rauch-Krieger da der Hut nicht hochgehen soll, wann dann? :)

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