Seiten

Kategorien

Archive

Meta

Schlagwörter

Ärztekammer ÖBB ÖVP Übergewicht bawag Die Grünen Donnerbauer EU EU-Parlament Experten FPÖ Hirt Internetsperren Jarolim Komasaufen Nova Rock Obama ORF Rauchen Schwarzenegger Selbstbehalt SPÖ Vorsorge

Links

3. Feb. 2012

Auf neuwal.com erschien heute eine gute Zusammenfassung dessen, was die österreichischen EU-Abgeordneten über ACTA denken.

Wenngleich ich mir ziemlich sicher bin, dass die Mehrheit letztendlich der Knebelung von Volk und Fortschritt zum Wohle der Konzerne zustimmen wird, freut es mich dennoch, dass die Ösi-MEPs der ACTA-Monstrosität kritisch bis ablehnend gegenüberstehen.

Wie gesagt bin ich mir aber sicher, dass es letztendlich eine Zustimmung geben wird. Die Lobbyisten Korruptionisten der Unterhaltungsmafia sind ja nicht dämlich und mit Barem wahrscheinlich auch nicht zu knapp ausgestattet. Und dass die MEPs ordentliche Nehmerqualitäten haben, ist auch nicht erst seit gestern bekannt… ;)

Und es ist wieder einmal die ÖVP, die ganz besonders “schlau” rüberkommt. Dort arbeitet man nämlich offenbar bereits an Argumenten, um den Konzernen “guten Gewissens” die Rutsche legen zu können. Ein Gutachten, ob ACTA gegen europäisches Recht verstößt, hat man deshalb bereits in Auftrag gegeben. Dass von den Bürgern gewählte, hochbezahlte Abgeordnete ein Gutachten brauchen, um zu wissen, auf welcher Seite sie bei drohender Beschneidung von Bürgerrechten stehen sollen (EU-Recht hin oder her), ist beachtlich. Es zeigt recht deutlich, was diese Kerle von den Bürgern wirklich halten. Ein Prophet muss man sowieso nicht sein, um das Ergebnis (welches wahrschenlich eh bereits im Auftrag integriert ist) vorherzusehen…

21. Dez. 2011

Ordentliche Beweise für ein Urteil – wer braucht solche unbedeutenden Kleinigkeiten schon?

Ein neues Kapitel in Sachen Rechtsstaat haben unser deutschen Freunde aufgeschlagen. Auf Zuruf der Abmahnmafia wurde eben eine Pensionistin zur Schutzgeldzahlung verurteilt. Ihr wurde vorgeworfen einen “Hooligan-Film” zum Filesharing angeboten zu habe, obwohl sie weder Computer noch WLAN-Router besitzt. Der bloße Besitz eines Telefon/Internetanschlusses genügte dem Gericht für das Urteil.

Das Abmahnunwesen in Deutschland kann man nun mögen oder nicht, die Eintreiber machen aber nur die Geschäfte, die ihnen vom Gesetz her gestattet sind. Dass die keine weiteren Beweise brauchen, um ihre Gebühren einzupressen, muss also niemanden wundern. Bei Gerichten sollte das aber schon anders sein und das gegenständliche Urteil müsste einem redlichen Richter eigentlich den Magen umdrehen.

Nun ist es natürlich so, dass nicht alles stimmen muss, was ein Beschuldigter sagt. Jeder verkauft seine Haut ja so teuer wie irgend möglich. Aber darum geht es hier gar nicht. Es geht einzig allein darum, dass ein Urteilt ohne jeden Beweis, die Tat tatsächlich begangen zu haben, gefällt wurde. Es reichte dem Gericht schon die theoretische Möglichkeit (Internetanschluss vorhanden), es tun zu können, + einer Zeile in einem LogFile. Von letzterer kann wohl niemand sagen, wie sie wirklich zustandegekommen ist. Angeblich soll es ja gar nicht so wenige Leute geben, die mit gefakten IP-Adressen ihr Unwesen im Netz treiben. Es kann also jeden Anschlussinhaber treffen…

Als Betroffener einer Filesharing-Abmahnung habe man praktisch keine Chance, sich gegen eine Klage auf Erstattung der mit der Abmahnung verbundenen Anwaltskosten zur Wehr zu setzen, kommentiert Rechtsanwalt Thomas Stadler das Urteil.
[Zitat: www.derspiegel.de]

Da dreut also aus Richtung Deutschland ein ganz besonderer “Rechtsstaat” herauf. Aber für die Gerichte hätte sowas natürlich auch Vorteile. Man bräuchte sich nicht mehr mit lästigen Beweisen herumschlagen und wäre auch viel schneller, wenn man für ein Urteil ausschließlich den bloßen Zuruf irgendeiner Anwaltsbande beachten müsste. Normalerweise müsste ein so derart niederträchtiges Urteil eines ordentlichen Gerichtes den Moralwächter der Nation auf den Plan rufen. Aber Eigenheimbesitzer Wulff sitzt zZt bis zum Hals in der eigenen Scheiße und hat sohin wohl gerade anderes zu tun… ;)

27. Nov. 2011

Anders kann´s wohl kaum sein, wenn man sich anschaut, für welche “Forschungen” Geld beim Fenster hinaus geschmissen wird…

Die Regierung kriegt den Allerwertesten ja nun gar nicht mehr zusammen und sucht krampfhaft nach Möglichkeiten, Geld einzusparen. Wenn man sich manche “Forschungen” so anschaut, dann würde es sich höchstwahrscheinlich lohnen, auch die Wissenschaft diesbezüglich abzuklopfen.

Beispielsweise wird im Messerli-Intsitut (nein, ist nicht in der Schweiz… ;) ) der Veterinärmedizinischen Universität Wien gerade die Beziehung zwischen Mensch und Tier “erforscht. Einfache Geister werden da gleich an Sodomie denken, aber nein, das ist es nicht. Es geht um die “emotionalen Fähigkeiten” von Keas, Krallenäffchen, Tauben, Schildkröten und Hunden etc.

Nun hat man ja Verständnis dafür, dass nicht alle Bemühungen zum Erlangen von Wissen (auch wenn sie von der öffentlichen Hand getragen werden) von praktischem Nutzen sein können. Aber Vieh bleibt Vieh, egal wieviel Geld man in die Bemühungen hineinbuttert, es zu vermenschlichen. Und wo ist die Grenze? Kommen dann die nächsten und fordern, ein ganzes Institut zu finanzieren, um die emotionalen Bedürfnisse eines Granitblocks zu erforschen?

Bei solchen Auswüchsen scheint es dringend erforderlich, den Forschungsdschungel in Österreich zu durchforsten. Wer den Ig-Nobelpreis zur Selbstverwirklichung braucht, soll sich natürlich darum bemühen können – aber nicht auf Regimentskosten… ;)

1. Aug. 2011

Die Arbeiterkammer mokiert sich gerade wieder einmal – gewohnt lau – über zu hohe Strompreise. Den gerade begonnenen Großangriff auf Geldbörsen und Privatsphäre der Stromkunden übersehen die Genossen – wie gewohnt – gefließentlich… ;)

Smart Metering heißt das Zauberwort, welches künftig die Kassen der Stromanbieter klingeln lassen wird. Für diese sind die ferngesteuerten smarten Stromzähler soetwas wie die Rating Agenturen für die Finanzmagnaten. Durch sie können sie die Kunden nach Belieben abcashen, die Möglichkeiten werden schier unerschöpflich sein. ZB kann man mit den Smart Metern den Strompreis an die Tageszeit angepasst unterschiedlich gestalten. Schon alleine das bietet bei kreativer Gestaltung nahezu unbegrenzte Verdienstmöglichkeiten.

Dass Staat und Eurokraten – letztere haben die Sauerei natürlich erfunden – da nichts dagegen haben, ist auch klar. Höherer Preis bedeutet ja auch höhrere Steuereinnahmen. Außerdem kann man mit den intelligenten Stromzählern das Volk auch herrlich ausspionieren, denn aus den Stromverbrauchsdiagrammen der Haushalte lassen sich eine Menge Schlüsse ziehen, was die EU sicher auch nicht stören wird. Man will ja den Datenhunger der Amis stillen und wird nicht lange brauchen, um die Daten umgehend und in Echtzeit über den Atlantik zu schicken…

Ein Feature wird es den Gewaltigen aber ganz besonders angetan haben. Nämlich, dass man mit den Smarten den Leuten den Strom auch aus der Ferne einfach abschalten kann. Sicher ist ja, dass dieser in absehbarer Zeit zu knapp werden wird (die ersatzlose Abschaltung der deutschen AKWs wird das noch beschleunigen) und es zu Abschaltungen kommen wird müssen. Mit den fernsteuerbaren SmartMetern ist der Strom für die Haushalte und Firmen der Kapazunder jedenfalls gesichert. Wenn´s knapp wird, schaltet man halt einfach ein paar arme Teufel ab…

Am schlimmsten bei der Sache ist, dass die neuen Stromzähler die Sicherheit der Stromnetze extremst gefährden, weil die jetzt noch hermetisch abgeschirmten Steuercomputer dann mit den SmartMetern verbunden sein werden. Was das in Zeiten, wo die Anonymous-Leute frank und frei durch die Netzwerke und Systeme spazieren, für die Sicherheit der Stromversorgung bedeutet, muss sicher nicht näher erleutert werden. Wenn so offensichtliche Gefahren für die Infrastruktur von ganz Europa so einfach hingenommen werden, dann kann man sich vorstellen, welche gewaltigen Vorteile sich die Interessensgemeinschaft von Abzockern und Bürgerunterdrückern sich durch die Smart Meter erwartet…

11. Apr. 2011

Standby kostet Unsummen an Strom und manche Schlauberger wollen uns sogar einreden, alleine der Standby-Betrieb verbrauche den Strom von 2 Atomkraftwerken. Die wahren Stromfresser haben die Ökofritzen gefließentlich verschlafen – oder?

Die grüne Welle wird nicht müde, in die Welt hinauszutönen, welche Unsummen an Stromkosten durch die Standbyfunktionen von Geräten – gerne zitiert wird dabei der Fernseher – doch verbraucht werden. Nun habe ich etwas herumgesucht und einen Test auf computerbild.de gefunden. Hier einige Geräte wahllos ausgesucht:

Philips 32PFL7404H
In Betrieb: 128,1 Watt
Standby: 0,2 Watt
Ausgeschaltet: 0,2 Watt

Samsung UE32C6710
In Betrieb: 69,3 Watt
Standby: 0,04 Watt
Ausgeschaltet: 0,04 Watt

Grundig Vision 7/32-7952T
In Betrieb: 124,7 Watt
Standby: 1,27 Watt
Ausgeschaltet: 1,27 Watt

In Betrieb: 128,1 Watt
Standby: 0,2 Watt
Ausgeschaltet: 0,2 Watt

Durchschnittswerte für einen 32-Zoll-Fernseher basierend auf den Labormessungen von AUDIO VIDEO FOTO BILD seit Mitte 2007:
In Betrieb: 117,9 Watt; Standby: 0,7 Watt; ausgeschaltet: 0,4 Watt

Hitachi L42VP01C
In Betrieb: 193,4 Watt
Standby: 0,9 Watt
Ausgeschaltet: 0 Watt

Durchschnittswerte für einen 40- bis 42-Zoll-Fernseher basierend auf den Labormessungen von AUDIO VIDEO FOTO BILD seit Mitte 2007:
In Betrieb: 194,6 Watt; Standby: 0,7 Watt; ausgeschaltet: 0,5 Watt

[Alle Zitate Computerbild.de]

Man beachte die angeführten Durchschnittswerte für den Standby-Verbrauch – 0,7 Watt. Und dann beachte man auch noch den Wert bei ausgeschaltetem Gerät – 0,4 (32 Zoll) bis 0,5 (42 Zoll). Man erspart sich beim Ausschalten der Standby-Funktion also original 0,3 Watt pro Stunde – oder 7,2 Watt pro Tag – oder 2628 Watt (=2,628 KW) pro Jahr. In Euro ausgedrückt bedeutet das eine Einsparung an Stromkosten von 49,14 Cent im Jahr (zugrunde liegt der aktuelle Strompreis der BEWAG). Na, wenn das nicht dazu angetan ist, den Leuten ununterbrochen antiatomkraftgrün am Oasch zu gehen, was dann? :)

Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich die Typenschilder der Fernseher im eigenen Haushalt angesehen. Und siehe da, das alte 70cm-Röhrengerät hat einen Anschlusswert von 100 Watt und der neue 32-Zoll Fernseher von 170 Watt. Bei etwa gleicher Bildschirmgröße verbraucht der neue Fernseher also ca 2/3 mehr Strom. Wieviel dann ein cooler 50-Zöller (einen 32er kauft ja sowieso kaum noch wer – der macht ja nichts mehr her ;) ) verbraucht, will ich mir gar nicht vorstellen.

Wenn man bedenkt, dass der Umstieg von Röhrengeräte auf die Flats erst in den letzten Jahren erfolgte, dann kommt einem auf den ersten Blick merkwürdig vor, dass das die Grünlinge nicht thematisiert haben. Beim Standby sind sie so pingelig und diese gewaltige Steigerung des Stromverbrauchs haben sie in der Pendeluhr verschlafen? Nein, natürlich nicht. Die Ökofritzen haben sicher ganz genau mitbekommen, was abläuft. Sie haben sich die Sache nur nicht thematisieren getraut, weil es ja keinen schlanken Fuß macht, dem Wahlvolk etwas Liebgewonnenes schlechtzureden. Überhaupt dann, wenn zu befürchten ist, gegen eine große Mehrheit anreden zu müssen (bei Minderheiten wie zB den Rauchern geht das ja wesentlich leichter… ;) ). Verstehen kann man es natürlich, wenn die Grünlinge da die Hosen gestrichen voll haben und lieber auf das Plazebo Standby zurückgreifen. Aber ist das nicht Populismus in reinster Form? Da könnte ja selbst ein HC Strache noch was lernen… :)

4. Apr. 2011

Tragisch, was in Japan rund um das Atomkraftwerk Fukushima passiert. Noch tragischer sind aber die “Lehren“, die man in Europa daraus zieht…

Die Japaner haben´s verschissen, das muss man schön langsam klar erkennen. Da wird ein Kernkraftwerk nacheinander von zwei apokalyptischen Naturkatastrophen (9er Erdbeben + 23-Meter-Tsunami) getroffen und (was eh an ein Wunder grenzt) übersteht das halbwegs. Welcher Teufel dann aber die Japaner geritten hat, wird wohl ein Geheimnis bleiben (dass es die Profitgiert war, wird ja gewiss niemand zugeben… ;) ), jedenfalls aber ist zwei Tage lang annähernd überhaupt nichts geschehen und dann hat man eine Woche gebraucht, um eine Notstromversorgung für die Kühlung aufzubauen. Und derweil glühten die Reaktoren, vor den Augen der ganzen Welt immer heißer werdend, vor sich hin…

Für die Handlungsweisen (oder besser Nichthandlungsweisen) der Japaner gibt es aber wenigstens mögliche Gründe – Profitgier, Schock, falscher Stolz etc – die halbwegs nachvollziehbar sind. Hier in Europa ist das aber ganz anders. Da dreht man panikartig AKWs ab und schwadroniert von einem abrupten Totalausstieg aus der Kernkraft. Man riskiert also in grenzenloser Selbstverwirklichung die Stromversorgung von Europa (bei den immer mehr zusammenhängenden Netzen wird sich ein ordentlicher Blackout ganz sicher nach dem Schneeballsystem weiterverbreiten) weil man in Japan aus Profitgier fatale Fehler gemacht hat. Genausogut könnte man eine Ausganssperre verhängen, weil in Libyen Bürgerkrieg herrscht…

Die Japaner haben also bei der Bewältigung der Katastrophe gewiss viele Fehler gemacht, die größeren Deppen sind aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in Europa zuhause… :)
.
.
.
.
.
.
PS: Natürlich könnte man jetzt einwenden, die europäischen Politiker würden bei den Fukushima-Kopfständen nur den, von linkslastigen Medien erzeugten, Willen des Volkes respektieren. Das kann aber auch nicht stimmen, denn der wird ja in Europa schon lange nicht mehr beachtet. Man könnte ja fast meinen, ein unumstößliches Naturgesetzt würde es verbieten, bei politischen Entscheidungen den Willen der Bürger mitzuberücksichtigen… ;)

19. Mrz. 2011

Als kritischer Mensch mit einem gewissen Hang zum Verschwörungstheoretiker ;) wollen mir diverse Merkwürdigkeiten beim Fukushima-Desaster permanent nicht aus dem Kopf gehen. Leider nicht unbegründet…

Die Berichterstattung in den deutschsprachigen Medien ist ja von ziemlich merkwürdiger Einheitlichkeit geprägt. Der Tenor kann mit einigen Worten leicht dargelegt werden:

–> Atomstrom ist tödlich
–> Katastrophe war Naturgewalt
–> Arbeiten am Kraftwerk heldenhaft und ohne Makel
–> leichte Kritik an der japanischen Regierung
–> etwas mehr, aber dennoch verhaltene Kritik am Betreiber (TEPCO) von Fukushima
–> schwere Kritik an den konservativen Regierungen in Europa

Ein Wort der Kritik an der Vorgangsweise der Retter sucht man vergebens. Nicht zuletzt das veranlasste mich, bereits zweimal (hier und hier) über Auffälligkeiten in der Zeit danach zu schreiben. Nun aber sehe ich beim täglichen Spaziergang durch die Online-Medien einen bemerkenswerten Artikel auf oe24.at, der von der veröffentlichten Meinung nahezu plasphemisch abweicht.
Fukushima hätte nicht passieren müssen – da sind sich viele Experten einig“, ist der Untertitel des Artikels. Es wird dort ein Dilettantismus bei der Aufarbeitung des Reaktorunglücks beschrieben, den man nicht einmal in einem Dritte-Welt-Land für möglich gehalten hätte.

Leider erhärtet sich zunehmend der Verdacht, der mir schon zwei Tage nach dem Unglück im Kopf herumschwirrte – die strahlenden Folgen des Fukushima-Unglücks könnten hausgemacht sein…
.
.
.
.
.
.
PS: Den Japanern wünsche ich an dieser Stelle alles Gute und viel Glück. Nach dem Regen folgt Sonnenschein und dann ist immer noch Zeit, sich zu besinnen und den einen oder anderen Arschtritt zu verteilen…

PPS: Gespannt bin ich schon, wie der grün/rote Hühnerhaufen die neue Lage aufnehmen wird. Wahrscheinlich gar nicht. Nach der alten Devise einfach ignorieren und die alte Leier penetrant weiterbeten – Atomkraft pöhse, Merkel pöhse, Sarkozy pöhse usw usf… ;)

14. Mrz. 2011

Bei der Berichterstattung zur Katastrophe in Japan war anfangs zu hören, dass das Kühlsystem im Kernkraftwerk Fukushima beschädigt ist, nur mehr in Batteriebetrieb laufen würde und die Batterien in wenigen Stunden den Geist aufgeben würden. Ich wollte das zunächst nicht glauben, die Meldung wurde aber andauernd wiederholt…

In einem Kernkraftwerk ist doch wohl das Kühlsystem eines der wichtigsten Dinge überhaupt, denn wenn dieses ausfällt, geht es um die Wurst. Das weiß der letzte Dorfdepp und man sollte annehmen können, dass die Ingenieure der Atomanlagen das auch wissen und danach handeln. Wie kann es da sein, dass bei einem längeren Stromausfall schon der Supergau droht? Also mir drängt sich hier schon der Verdacht auf, dass hier in krimineller Weise am falschen Ende gespart wurde.

Ich konnte mir nämlich nicht vorstellen, dass in einem AKW nicht Dieselaggregate zur Verfügung stehen würden. Und überhaupt müsste meiner bescheidenen Meinung nach ein unabhängiges, mechanisches Notkühlsystem zusätzlich zu dem elektronischen, computergesteuerten Krempel eingebaut sein. Mir ließ die Sache jedenfalls keine Ruhe und auf Wikipedia bin ich fündig geworden. Nach einem Bericht von TEPCO (Betreiberfirma von Fukushima) gab es zwar Notstromdieselaggregate, diese hätten auch gestartet, aber nach einer Stunde infolge des Tsunamis den Geist aufgegeben. Somit ist der Batteriebetrieb soweit dann wieder verständlich. Was aber danach auf Wikipedia stand, musste ich zweimal lesen:

Zwar gab es mobile Generatoren vor Ort, und weitere wurden herangefahren. Diese Generatoren konnten allerdings bis zum 12. März 2011 morgens MEZ aufgrund ungeeigneter Kabel, eventuell auch wegen der Versperrung von Zufahrtswegen, nicht angeschlossen werden.
[Zitat: Wikipedia]

Unter Umständen verseuchen diese Kerle also halb Japan – und das nur deshalb, weil sie es unterlassen haben, einen richtigen Kabelsatz auf Lager zu legen. Wenn die nicht eingesperrt gehören, wer dann?
.
.
.
.
.
.
PS: Vielleicht liegt unser Umweltminister gar nicht so verkehrt, wenn er einen “Stresstest” für europäische AKWs fordert. Bei einem solchen sollten aber auch gleich Kriminalisten und Staatsanwälte mitwirken, denn vorstellen kann ich mir nicht wirklich, dass es bei uns anders läuft, als in Japan…

14. Jan. 2011

Die fast schon extremistisch guten Vikinger sind ja immer für einen Kopfstand gut. Jetzt haben sie in Schweden eine wahrhaft revoluzionäre Art der Energiegewinnung ersonnen…

Ein schwedisches Unternehmen will die Abwärme menschlicher Körper nutzen. Diese soll am Zentralbahnhof von Stockholm mittels Wärmetauscher aus der Entlüftung des Bahnhofsgebäudes abgesaugt. Mit dem erzeugten Warmwasser soll dann ein Bürogebäude zu 25 Prozent mitbeheizt werden. Auf den ersten Blick natürlich eine super Idee, auf den zweiten Blick aber – na, ja…

Grundsätzlich wird es ja so neu nicht sein, Wärme aus der Abluft von Gebäuden zurückzugewinnen. Moderne Gebäude werden das wohl schon als Standard eingebaut haben. Ob sich nun der sicher nicht kleine technische Aufwand, die Wärme in ein anderes Gebäude zu transverieren, rechnen wird, ist die erste Frage, die sich stellen wird. Sollte das aber so sein, dann wird sicherlich der Betreiber des Bahnhofes (der diesen ja auch heizen wird müssen) bald draufkommen, dass er die Wärme selber, noch dazu mit viel geringerem Aufwand, auch nützen kann. Die Betreiber des innovativen Bürohauses werden also ganz schnell wieder 100% Prozent Heizkosten + Investitionskosten für die nun nutzlose Anlage zu gewärtigen haben.

Natürlich könnte es sein, dass der Bahnhofsbetreiber seinen latenten Energievorteil verpennt. Recht lange wird das aber nicht anhalten, denn ein Prophet muss man nicht sein, um vorauszuahnen, dass die Energiesauger aus Profitgründen die Menge der abgesauten Luft (egal, ob vereinbart oder nicht) erhöhen und damit die Temperatur im Bahnhof senken werden. Und plötzlich stark steigende Heizkosten machen in der heutigen Zeit die größten Schläfer munter… ;)

Das innovative Projekt wird also jedenfalls zum Scheitern verurteilt sein, weil sich hier einer auf Kosten eines anderen einen Energievorteil verschaffen will. Gewinnen tut aber trotzdem jemand. Nämlich der coole (um nich zu sagen bauernschlaue) Unternehmer, der seine Anlage wahrscheinlich gut verkaufen wird. Der wird sein Geld nämlich schon in der Tasche haben, wenn die anderen bemerken, dass sie durch die Finger schauen… :)

5. Dez. 2010

Ich gebe zu, dass ich mir über die Person von Julian Assange nicht ganz im klaren bin (gestohlenes Material zu veröffentlichen widerstrebt mir eigentlich), ein Terrorist oder Sexualverbrecher ist er aber gewiss nicht…

Als Terroristen denunzieren ihn die Amerikaner. Dass die sauer sind und herumschlagen wie tollwütige Affen, wenn jemand hunderttausende geheime eMails aus dem Statedepartement veröffentlicht, ist auch mir klar. Nur ist Assange hier nicht die richtige Adresse. Die Amis, mit ihrem Heiland als Führer, sollten lieber in sich gehen und über den Umgang mit sensiblen Daten nachdenken. Dass sich nämlich ein ganz gewöhnlicher, kleiner Obergefreiter der Armee über Monate hinweg, ohne das es irgend jemandem auffällt, an geheimsten Daten im Gigabite-Bereich bedienen kann, ist unbeschreiblich. “Abgrundtief dämlich” reicht bei weitem nicht aus, um diesen Dilettantismus zu beschreiben.

Apropos Daten. Überschlägt sich nicht gerade die Eurokratur, unterwürfig jede erdenkliche Art von Bürgerdaten den USA zur Verfügung zu stellen? Das Swift-Abkommen sei nur als Beispiel erwähnt und die Daten aus den Polizeicomputern sind als nächstes Ziel bereits bekannt geworden. Wie sicher unsere Daten drüben sein werden, wenn die Amis schon zu dämlich sind, auf ihre eigenen, geheimsten Daten aufzupassen, kann sich wohl jetzt auch der letzte Dorfdepp ausmalen. Die lobbyismuszerfressene Bürokratenbande in Brüssel wird das aber kaum hindern, weiterhin unsere Daten bereitwillig zu liefern…

Und dass es mit den Terrorismusvorwürfen nicht so weit her ist, erkennt man ganz leicht daran, wie schwer sich die USA tun, Assange überhaupt irgend etwas Strafbares anzudichten. Sie dürften immer noch nichts gefunden haben, sonst würde es wohl sicherlich auch schon einen amerikanischen Haftbefehl geben – oder?

Was man vom Vergewaltigungsvorwurf halten soll, weiß man, wenn man sich zu Gemüte führt, was in Schweden als Vergewaltigung gilt. Man ist ja von den vor ekelerregender Gutheit triefenden Skandinaviern allerhand Unsinn gewöhnt, aber das hat selbst mich überrascht. Man muss sich fast wundern, dass sich in Schweden überhaupt noch waghalsige Männer finden, die sich in die Nähe von Frauen wagen. Wahre Adrenalinjunkies müssen das sein… :)

Dass sich die Schweden wegen so einem Schas, den man Assange vorwirft, trauen, einen internationalen Haftbefehl auszustellen, lässt schon die Vermutung aufkommen, dass auch da die momentan extrem angstbeissenden Amerikaner dahinter stecken könnten…

Nicht unerwähnt sollte man auch lassen, dass alles was die Amerikaner derzeit in der Wikileaks-Affaire unternehmen, vom Messias, der den Friedensnovellpreis schon im Vorraus erhalten hat, höchstselbst befohlen, zumindest aber wissend geduldet wird. Anderes ist in Angelegenheiten nationaler Sicherheit wohl nicht vorstellbar…
.
.
.
.
.
PS: In acht nehmen sollte sich auch Peter Pilz. Das was dem Julian Assange jetzt zum Verhängnis werden wird (gestohlenes Material einsammeln und gegebenenfalls veröffentlichen), macht er ja mit seiner Pilz Box schon lange… ;)

vor »