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10. Aug. 2010

Sparen ist angesagt, das werden wir nach den Wahlen im Herbst schmerzlich realisieren müssen. Derweil aber wird noch kräftig Geld beim Fenster hinaus geschmissen. Sozialminister Hundstorfer dürfte den Druck der Pflegegeschäftemacher nachgegeben haben und will es künftig den Pflegeorganisationen freistellen, selbst zu entscheiden, wieviel öffentliches Geld sie sich einverleiben wollen…

Die Ärztekammer hat genau so etwas vor nicht allzulanger Zeit versucht und ist gescheitert. Aber wer nicht anfliegt, kann nicht landen, werden sich die Pfleger (allesamt bei den vereinigten Guten integriert – man denke nur an Caritas, Volkshilfe etc) gedacht haben. Pflegesachen sind ja momentan extrem positiv besetzt (die beauftragte Lobbyistenbande hat anscheinend ganze Arbeit geleistet) und Minister Hundstorfer (wir erinnern uns, das ist der, der eine Milliardenhaftung in der Annahme unterschrieben hat, es wäre eine Anwesenheitsliste… ;) ) wird auch nicht so schwer umzustimmen gewesen sein – ist ja auch ein Guter.

Was kommen wird, weiß der gelernte Ösiländer natürlich. Es wird einen Pilotversuch in mehreren Regionen geben, bei dem Pflegekräfte bei jedem Fall mitentscheiden, in welchem Umfang Pflege erforderlich ist. Ein Prophet muss man nicht sein, um zu erkennen, dass bei dem Versuch maximal gleiche Kosten, wahrscheinlich sogar Einsparungen herauskommen werden. So blöd ist die Gutmafia nämlich sicher nicht. Man wird sich zurückhalten, denn den Geduldigen belohnt das Leben. Wenn unsere naiven Haubentaucher die Sache einmal fix beschlossen haben, kann man immer noch kräftig zulangen… ;)

Was da abgeht erkennt man ganz leicht, wenn man sich vor Augen hält, wie das anderswo gemacht wird. Einer Versicherung würde es nämlich keinesfalls einfallen, die KFZ-Werkstätten befinden zu lassen, was im Schadensfall alles repariert werden muss. Oder lässt man etwa Straßenbaufirmen über den Reparaturaufwand von Straßen mitentscheiden? Oder holt man einen Handwerker ins Haus, der frei entscheidet was er selber auf Kosten der Hausbesitzer reparieren will? Jemand der seine fünf Sinne beisammen hat und nicht der Feind seines Geldes ist, der macht sowas garantiert nicht.

Aber gerade hier liegt das Problem. Die Herrschaften verschleudern ja nicht ihr eigenes, sondern bloß öffentliches Geld. Wer mit Firmengeld (private Firmen sind hier gemeint, nicht ÖBB, Flughafen Wien und so… ;) ) so umgehen würde, wäre schneller wegen Untreue eingebuchtet, als ein Ferkel mit den Augen zwinkern kann… :)

9. Aug. 2010

Die EU sagts dauernd, die Wirtschaft und Pensionskassen sowieso und auch die holde Politik wird nicht müde, zu betonen, dass wir länger arbeiten müssen (und beschließt derweil die Hacklerregelung ;) ), damit die Pensionen gesichert bleiben…

Von bis zu 70 Jahren hackeln ist da die Rede und auch das wird nicht reichen, sagen die Experten. Um die Pensionen zu sichern, werden wir noch eine Zuwanderung von jährlich 20.000 Personen benötigen. Ganz schön viel Aufwand, um das Pyramidenspiel, mit dem wir seit Jahrzehnten bei Laune gehalten (um nicht zu sagen betrogen) werden, aufrecht zu erhalten.

Mit längerem Arbeiten könnte man sich ja anfreunden, wenn die ganze Sache nicht einen gravierenden Schönheitsfehler hätte. Um das Spiel aufrecht erhalten zu können, müssen alle Beteiligten (Alte, Junge und Zuwanderer) auch Arbeit haben. Und genau hier dürfte die Politik mit ihrem Expertenheer einer Träumerei anheim gefallen sein. Zur Zeit gehen die Ösiländer mit 60 (etwas +/- halt) in Pension – und zwar so um die 120.000 Personen pro Jahr. Zögerte man das wirklich bis 70 hinaus, würden plötzlich 1,2 Millionen neue Arbeitsplätze erforderlich sein und dazu kämen dann noch etwa 200.000 für die Zugewanderten.

Vielleicht erklären uns die Experten im Auftrag der Politik einmal, wo sie die Arbeitsplätze hernehmen wollen. Wann das nämlich so leicht wäre, dann würde es wohl keine Arbeitslosigkeit geben. Vielmehr wird es doch so sein, dass die Politik nicht einmal jene Arbeitsplätze schaffen kann, die durch Pleiten, Betriebsschließungen und -abwanderungen verloren gehen.

Die Formel “länger Arbeiten = sichere Pensionen” ist demnach äußerst kurzsichtig, wenn nicht gar dumm. Sie wird uns nämlich in die Situation führen, dass die Alten letztendlich ca 50 Jahre ihres Lebens arbeiten werden und die Jungen vor 30 gar keine Aussicht auf einen Job haben werden. Nun könnte man sagen, man hätte dann eben mehr Zeit, die Jungen auszubilden und die Grundsicherung sei ohnehin niedriger als die Pensionen. Leider bliebe dann immer noch ein großer Haken übrig. Nämlich, dass es nicht so leicht ist, einen jungen Menschen, der gut 10 Jahre grundbesichert herumgelungert ist und sich mit seiner finanziellen Situation arrangiert hat, zum Arbeiten zu bewegen, wenn er dann gebraucht wird. Da kann ich den Verantwortlichen dann nur viel Glück wünschen, denn das werden sie brauchen. Aber krativ wie sie sind, werden sie dann wieder nach Zuwanderern rufen… ;)

Da ich aber annehme, dass unsere Schleimer weder Träumer, noch kurzsichtig oder gar dumm sind, wird wohl hinter den Machenschaften ein konkretes Ziel stehen. Welches das ist, weiß ich natürlich auch nicht. Wir werden es aber zu gegebener Zeit erkennen – übermäßige Freude wird dann wohl ganz sicher nicht aufkommen…

8. Aug. 2010

Außenminister Spindelegger hat eine unnötige Diskussion losgetreten und die Grünen können da natürlich nicht an sich halten und fordern ungezügelte Österreichervermehrung ohne Ansehen der Person…

Als ob nämlich Spindeleggers 100.000 Schlüsselarbeitskräfte noch nicht genug wären, zeigt eine Studie nun auf, dass Österreichs Bevölkerung durch Zuwanderung in den nächsten 40 Jahren auf 9,5 Millionen anwachsen wird. Und die Grünen tun alles, um diese Zahl zu erreichen bzw noch zu erhöhen. Das seit langem geforderte automatische Bleiberecht für Asylwerber (dann bräuchte man eigentlich gar kein Asylrecht mehr, denn jeder, der kommt dürfte auch auf ewig bleiben) und die automatische Staatsbürgerschaft für hier geborene Babys (damit könnten zunächst die Eltern nicht mehr abgeschoben und in der Folge ganze Sippschaften in unser Sozialsystem problemlos eingebracht werden – Stichwort: Familiennachzug) seien hier nur als Beispiel erwähnt.

Warum sich bei den grünen Zuwanderungsmachenschaften gerade die wiener Clubchefin Vassilakou gar so hervortut, wird wohl nur sie selber wissen. Angesichts der bevorstehenden Wahl ist ein rationaler Grund dafür wohl nicht ersichtlich. Oder sind die wiener Bobos wirklich so dämlich, dass sie annehmen, sie würden in ihren feinsäuberlichen Bezirken von einer Verslumung der Stadt ohnehin gänzlich unberührt bleiben?

Soweit so schlecht! Nun haben die Grünen außer der Forderung nach ungezügelter Zuwanderung noch einen weiteren Daseinszweck – die als Sorge um die Umwelt getarnte CO2-Hysterie. Was da im grünen Cabarett schon alles an Kopfständen aufgeführt wurde, kann man gar nicht mehr aufzählen. Erwähnt seien nur die Kioto-Sauerei (wo wir von unseren Selbstverwirklichern verkauft wurden und wo die Grünen noch mehr wollen) und der SUV-Hass.

Und nun kommen wir zu dem Punkt, wo die grünen Strategien nicht mehr zusammen gehen, ja sich eigentlich gegenseitig ausschließen. Mehr Menschen im Land bedeuten nämlich auch mehr CO2-Ausstoß. Das ist ein Grundgesetz, daran gibt es nichts zu rütteln (verbraucht ja schon ein mittelgroßer Hund doppelt soviel Ressourcen, wie ein großes SUV). Wären die Grünen jetzt eine Partei von Dummbolzen, dann könnte man ihnen das alles sicherlich verzeihen. Sie würden es dann ja nicht besser verstehen. Leider ist es nicht so, vielmehr werden die Grünen in puncto Intelligenz ihrer Führer eher über den anderen Parteien stehen. Das heißt, sie wissen ganz genau, was sie tun. Die Frage ist nur, für wen sie es tun. Für das österreichische Volk kann es wohl nicht sein… ;)

5. Aug. 2010

Mit riesen Schritten geht die weltbeste Suchmaschine, ohne die man sich das Internet gar nicht mehr vorstellen könnte, voran – zielgenau in Richtung eines unkontrollierbaren Monstrums

Google steht angeblich kurz davor, die bisher bestehende Netzneutralität zu untergraben. Die Verhandlungen zwischen Google mit einem Telekomanbieter zur bevorzugten Behandlung der eigenen Dienste (gegen Bezahlung selbstverständlich) stehen vor dem Abschluss. Mit “Kein Kommentar” sprach ein Google-Sprecher dazu vielsagend nichts…

Nun ist es ja kein Geheimnis, dass Telekomanbieter weltweit nach dem Geld derjenigen gieren, die im Netz verdienen. Diese würden große Datenmengen transportieren lassen und sollten dafür blechen. Was auf den ersten Blick nur logisch klingt, sieht bei näherer Betrachtung schon etwas anders aus. Die feinen Telekomer wollen doppelt kassieren – nicht mehr und nicht weniger. Jeder Kunde zahlt ja für den Anschluss sowieso und die konsumierten Datenmengen sind da wohl im Preis eingerechnet. Und die Web-Dienstleister zahlen auch für die Netz-Anbindung. Dass was die Telekomanbieter also fordern ist schlichtweg, einen Freibrief dafür ausgestellt zu bekommen, ihre Leistungen doppelt zu verrechnen.

Es ist natürlich klar, dass Geschäftsleute jede legale Möglichkeit, ein Geschäft zu machen, nützen. Das soll man ihnen auch nicht krumm nehmen. Die Schurken sind diejenigen, die ihnen diese Doppelabzockereien ermöglichen… ;)

Früher, in der Guten alten Zeit, wäre es undenkbar gewesen, dass Google auf einen Angriff der Netzneutralität nicht allergisch reagiert und alles unternommen hätte, diesen abzuwehren. Zumindest wäre in dem Unternehmen niemand auf die Idee gekommen, dies zu unterstützen und für eigene Zwecke auszunutzen. Aber das war einmal, nun geht Google andere Wege, die sich schon beim weltweiten Irrtum ;) in den Street View Autos abgezeichnet haben…

5. Aug. 2010

Die faschistische Lobbyistenbande hat wieder zugeschlagen. Diesmal erwägt die EU-Kommission einheitliche, schwarz/weiße Zigarettenpackungen vorzuschreiben

Das ist aber noch nicht alles, es sollen auch Zusatzstoffe wie Zucker und Kakao in den Zigaretten verboten werden und grausliche Bilder auf die ansonsten nur schwarz/weißen Packungen gezwungen werden. Die Marken dürfen nur in Einheitsschrift aufgedruckt werden und außer Warnhinweisen hat dann überhaupt nichts mehr auf den Packerln zu stehen.

Ist schon klar, das Rauchen wird von den Lakaien der Pharmahaie (WHO) aus Geschäftsgründen als der Teufel höchststelbst hingestellt. Aber wo wird das alles enden? Es ist ja kein Geheimnis mehr, dass nach dem Nikotin auch Alkohol und Essen als Ziele der geschäftstüchtigen Alltagsfaschisten auserkoren wurden. Beispielsweise streitet man in Großbritannien gerade, ob man Übergewichtige nicht einfach ganz offen “fettnennen sollte (*). Kommen dann auch schwarz/weiße Einheitsweinflaschen oder müssen die Mäki-Burger dann in schwarzen Einheitssackerln ausgegeben werden genau gleich schmecken, wie die King-Bürger? Zutrauen kann man es der lobbyismuszerfressenen Faschistenbande in Brüssel auf jeden Fall…

Die EU-Kommission samt ihrem Parlament genannten Wurmfortsatz kann sich in Sachen Bevormundung und Unterdrückung durchaus mit den größten Despoten wie Hitler, Stalin, Mao etc messen. Die Methoden sind zwar feiner, aber genauso effektiv – und der “Erfolg” wird letztendlich derselbe sein…
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PS: (*) Das soll jetzt nicht heißen, dass ich die britische Regierung deswegen verurteile. Im Gegenteil, ich bin ja selber ein Verfechter der direkten Sprache und politisch korrekte Verschleierungen sind mir ein Greuel. Außerdem liegen die Briten ganz richtig, wenn sie mit klarer Nennung des Problems die Eingenverantwortung anregen wollen. Der Fettsack ist nämlich für sein Fett genauso selber verantwortlich, wie der Raucher für sein Rauchen… ;)

1. Aug. 2010

Bei den Grünen ist Feuer am Dach. Na gut, nicht direkt auf dem Dach, sondern eher in einem Geschoß darunter. Aber wenn gestritten wird, kommen für interessierte Beobachter oft Sachen ans Tageslicht, die so nicht bemerkt worden wären…

Bei den niederösterreichischen Grünen fliegen also die Fetzen. Mir ist es zwar grundsätzlich wurscht, um was es da geht, aber es ist von Dauermobbing gegen Betriebsräte die Rede und das ist in einer nur aus Guten bestehenden politisch überkorrekten Partei dann doch etwas verwunderlich… :) . Aber auch das ist es nicht. Es ist das offenbar gewordene Pharisäertum, was meine Aufmerksamkeit erregt hat:

“Die unteren Gehälter lagen unter dem, was die Grünen politisch als Mindestlohn fordern”

wird im Standard der Betriebsrat Helmut Schlager zitiert. Wirklich toll, was sich die Grünen da leisten. Mindestlohn fordern und selber die eigenen Leute darunter ausquetschen. Wasser predigen und Wein saufen wird wohl die Devise bei den NÖ-Grünen sein. Nächstens gönnen sich die Grün-Bonzen womöglich auch noch ein SUV als Dienstwagen… ;) :)

1. Aug. 2010

Die ÖVP lässt einen Schas und die SPÖ spurt brav in beinahe ekelerregendem Gehorsam. So läuft es eigentlich seitdem Dr Schüssel abgewählt wurde… ;)

Die SPÖ stellt zwar den Regierungschef, anschaffen tut augenscheinlich aber der Vize. Obwohl das grundsätzlich nicht so schlecht scheint, die besseren (oder sollte man sagen, die weniger schlechten? ;) ) Leute dürfte die ÖVP ja zZt haben, wird die Sache allerdings schon etwas fad. Nun aber hat es etwas Abwechslung gegeben, denn den Schas hat diesmal nicht wie gewöhnlich Vizekanzler Pröll abgelassen, sondern der Außenminister Spindelegger.

Der Gute meint, wir müssten in Österreich 100.000 qualifizierte Arbeitskräfte (sog. Schlüsselarbeitskräfte) importieren. Ohne das sich der Außenminister (was den das überhaupt angeht…) die Mühe machen musste, auch nur oberflächlich zu erklären, was er genau meint, liegt ihm die gesamte Regierung (auch die SPÖ) innerhalb von zwei Tagen derart zu Füßen, als wäre er der lang ersehnte Heiland.

Aber was meint man in Regierungskreisen wirklich, wenn man von Schlüsselarbeitskräften redet? Mitarbeiter von Aufsperrdiensten, Haus- oder Kerkermeister werden es ja wohl nicht sein. Gemeint sind vorgeblich besser verdienende Leute mit höheren Qualifikationen. Wahrscheinlich in technischen Bereichen, denn unsere Universitäten produzieren zwar in Massen künftige Arbeitslose (Psychologen, Publiszisten, Politologen etc), aber nur einzelne Techniker.

So gesehen könnte man ja dem Vorschlag von Außenminister Spindelegger sogar etwas abgewinnen, wenn man nur etwas Vertrauen hätte. Leider wurde uns letzteres in den vergangenen Jahrzehnten gehörig ausgetrieben und so ist es nicht möglich, sich einfach zurückzulehnen. Wie gesagt, es wurde ja nicht exakt erklärt, was man mit Schlüsselarbeitskräften meint. Theortisch kann auch ein Installateur, ein Taxifahrer, ein Friseur oder ein Mistkübelausleerer eine Schlüsselkraft sein, wenn ein Mangel besteht (zB wenn sich zu viele in Grundsicherung oder Hacklerpension begeben). Auch haben die Befürworter qualitativer Zuwanderung vergessen zu sagen, ob die Zuwanderung durch die neuen Maßnahmen insgesamt zunimmt, gleich bleibt oder abnimmt und ob dann anstatt eines analphabetischen Ziegenhirten ein Elektronikingenieur in das Sozialsystem einwandert oder doch beide – wie leider zu befürchten ist… ;)

Dass die schwarzen Brüder nicht dazu sagen, dass ihre Zuwanderungsfantasien nur dazu dienen, Lohndumping zu betreiben, sollte aber niemanden wundern. Na ja, Fantasie ist da jetzt etwas zu viel Lob – es handelt sich ja nur um ein Wiederaufwärmen des EU-Green-Card-Unsinns (man spricht ja auch von der Rot-Weiss-Rot-Card ;) ), mit dem man damals den Markt untergraben wollte. Im freien Markt ist es ja so, dass jene Ressourcen, an denen Mangel herrscht, teuer sind und jene, die im Überfluss vorhanden, billig. Nur deshalb verdienen Qualifizierte mehr als Unqualifizierte. Und das möchte Spindelegger jetzt ändern, indem er den Arbeitsmarkt mit Qualifizierten überschwemmt, damit die Unternehmer nicht mehr soviel Lohn für gute Kräfte zahlen müssen. Dass dann aber die wirklich guten Leute nicht nach Österreich kommen werden (die Zielgruppe ist ja flexibel und kann überall in der Welt mehr verdienen – und sogar ohne noch ein Heer von Arbeitsunwilligen mitfinanzieren zu müssen), nimmt die ÖVP wahrscheinlich wissentlich in Kauf. Es geht ja nur darum, den Leuten, die jetzt noch etwas (viel ist es ja eh nicht) mehr als den Mindestlohn verdienen, das auch noch wegzunehmen…

Wie gesagt, über die ÖVP als Wirtschaftspartei braucht man sich hier nicht zu wundern. Welcher Teufel allerdings die SPÖ reitet, hier im Rekordtempo bereitwillig mitzugehen, ist mir echt schleierhaft. Es besteht ja überhaupt keine Veranlassung dazu, im Regierungsübereinkommen steht ja darüber offenbar auch nichts. Nun dürfte sich endlich auch in der SPÖ zaghaft herumsprechen, was der Spindelegger da auspaldowert hat. Viel helfen wird das freilich nicht mehr, denn zu viele der roten Granden müssten dann ja zugeben, etwas nicht behirnt zu haben oder überrumpelt worden zu sein oder nicht auf der Seite der Österreicher gestanden zu haben. Und das Eingeständnis eines Fehlers ist in Politikerkreisen ja bekanntlich denkunmöglich… :)
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PS: Die Späte Erkenntnis der SPÖ ist aber dennoch als positiv zu betrachten, denn dadurch werden die Spindelegger-Rulez zumindest etwas abgeschwächt werden.

PPS: Den Strache freut die Sache sicher ganz besonders. Selbst auf die Gefahr hinauf, mich zu wiederholen, muss ich trotzdem schreiben, dasss der überhaupt nichts tun muss, um Wähler zu gewinnen.

PPPS: Dr Michael Spindelegger ist als ÖAAB-Obmann der oberste Arbeitnehmervertreter der ÖVP. Bei den Ideen, die er zweilen hat, kommt es einem so vor, als wäre er ein Maulwurf… :)

4. Jul. 2010

In Bayern haben sie gerade eine Volksabstimmung gehabt und die Bayern sind mit gut 60 Prozent den Alltagsfaschisten auf den Leim gegangen…

Bei der Abstimmung ging es um ein totales Rauchverbot in Gastronomiebetrieben und an und für sich ist es ja nicht so schlecht, wenn man das Volk entscheiden lässt. Nur sollte man dabei wirklich demokratisch vorgehen und nicht eine Mehrheit über eine Minderheit abstimmen lassen. Ansonsten ist man sehr schnell im Missbrauch drinnen. Genau das haben sie in Bayern aber gemacht. Im Land sind etwa 26 Prozent der Bevölkerung Raucher. Abstimmen durften aber alle Bayern (auch die, die niemals eine Bar, ein Beisl, ein Bierzelt etc aufsuchen) und dass das Ergebnis nur ein totales Rauchverbot ohne Ausnahmen sein konnte, war wohl von vorneherein jedem klar – 74% sind halt viel mehr als 26%…

Dass Rote, Linke und Grüne für das totale Rauchverbot eintraten, war ebenso klar, wie dass die Liberalen dagegen sind. Der Chef himself aber, Horst Seehofer (CSU – wir erinnern uns, das ist diese Partei, welche den ganzen Scheiß angefangen hat und die schon einmal die Rechnung dafür präsentiert bekommen hat :) ), hatte anscheinend die Hosen derart voll, dass er sich nicht entscheiden konnte, wofür er stehen sollte. Na ja, Politiker eben. Der Gute hat wahrscheinlich noch gar nicht behirnt, was für einen Schas er sich durch sein Zaudern eingetreten hat. Er wird mit seiner CSU nämlich wieder die politische Zeche für den Schmarren bezahlen müssen… ;)

So weit, so schlecht. Noch schlimmer als das Rauchverbot ist der demokratische Missbrauch, der in Bayern betrieben wurde. Es hat eine Mehrheit über eine Minderheit abgestimmt und niemanden scheint das zu stören. Nicht einmal die vereinigten Guten regen sich auf. Gerade die haben die Abstimmung in Bayern ja betrieben. Was würden die jetzt so jubelnden Tugendbolde wohl dazu sagen, wenn jemand auf die Idee käme, bundesweite Abstimmungen für andere heisse Themen zu initiieren. Etwa in der Arigona-Sache, zu Fragen des Asylrechtes, zur kärntner Ortstafelfrage etc etc… ;)

3. Jul. 2010

das verschiebe ruhig auf morgen!” – Überhaupt dann, wenn Wahlen vor der Tür stehen…

Die SPÖVP hat sich geeinigt, das Budget 2010 nicht fristgerecht vorzulegen. Begründet wird der Schritt mit “komplexen und umfangreichen Vorarbeiten“ im Hinblich auf die konjunkturelle Entwicklung.

Die Regierung muss die Ösiländer für ganz schön dämlich halten. Ist es denn nicht so, dass jedes Bundesbudget komplexe und umfangreiche Vorarbeiten bedingt und dass selbstverständlich auch die konjunkturelle Entwicklung mit berücksichtigt werden muss? Wo genau ist also der Unterschied zwischen diesem und früheren Budgets?

Der gelernte Ösiländer weiß das natürlich. Das Geld ist aus und ungehemmtes Schuldenmachen geht nicht mehr weshalb es diesmal im Volk nicht viele geben wird, die nicht beträchtlich zahlen werden müssen. Ach ja, und da wären noch die Landtagswahlen im Herbst (Steiermark und Wien) und wenn Grauslichkeiten aus den “Vorarbeiten” ruchbar würden (geheim bleibt in unserer Zeit ja nichts mehr), könnte ja der eine oder andere auf die Idee kommen, seinen Unmut bei den Wahlen auszudrücken… ;)

Das muss natürlich verhindert werden. Das Budget wird einfach später erstellt und unzufriedene Wähler können zwar mit den Zähnen knirschen, sich ansonsten aber brausen. Auf solche Nebensächlichkeiten wie die Österreichische Bundesverfassung kann man natürlich keine Rücksicht nehmen, wenn es um das Wohl der Partei geht. Und bei den später folgenden Wahlen in ein/zwei Jahren werden die Dödeln das sowieso längst wieder vergessen haben.

Wir brauchen uns aber nicht aufregen. So arbeiten zu kurz denkende, bauernschlaue Winkelzieher eben und gewählt haben wir sie ja auch selber. Dass es auch anders geht, haben die letzten Wahlen in Großbritannien gezeigt. Dort wurden die Torries gerade deswegen gewählt, weil sie vor der Wahl einen harten Sparkurs angekündigt hatten. Da sieht man aber, was unsere Gewaltigen von uns halten. Das, was die Briten vorgezeigt haben, trauen sie uns einfach nicht zu. Oder sind die Briten wirklich soviel gescheiter als wir? :)
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PS: Die Opposition lamentiert zwar lauthals, insgeheim werden die Drahtzieher dort aber sicherlich wissen, dass die Sache eigentlich ein aufgelegter Elfer ist. Von der Regierung wird zum kommenden Budget nicht viel kommen (sonst hätte man es ja nicht bis nach der Wahl verschieben brauchen) und alles was die Opposition dazu verbreitet wird auf fruchtbaren Boden fallen… :)

1. Jul. 2010

Manchmal enttarnen sich die Manipulanten selber, weil selbst der letzte Dorfdepp aus den Handlungen die Ziele ableiten kann…

Gestern wurden Zahlen für das tödliche Unfallgeschehen auf Österreichs Straßen veröffentlicht. Insgesamt starben im ersten Halbjahr 2010 244 Menschen, was einem Rückgang von 16 Prozent entspricht. Diese positive Meldung wurde auch so von den Medien weitertransportiert (anfangs auch vom ORF), wie man aus den Schlagzeilen auf news.google.at (Stand: 01.07.2010, 11.50 Uhr) ersehen kann:

Negativrekord bei Zahl der Verkehrstoten – ORF.at
Zahl der Verkehrstoten neuerlich gesunken -Neue BVZ Online
Zahl der Verkehrstoten im ersten Halbjahr gesunken – Kleine Zeitung
Burgenland: Am wenigsten Verkehrstote – ORF.at
Zahl der Verkehrstoten zurückgegangen – ORF.at
Halbjahresbilanz: 53 Tote auf Österreichs Straßen – nachrichten.at
In Kärnten ist die Zahl der Verkehrstoten gestiegen – Kleine Zeitung
Weniger Verkehrstote im ersten Halbjahr 2010 -Vorarlberg Online
21 Menschen seit 2010 auf Salzburgs Straßen tödlich verunglückt -salzburg24.at
“Nur” 53 Tote – Weniger tödliche Verkehrsunfälle im Land -Krone.at
VCÖ: Im 1. Halbjahr 241 Verkehrstote – Rückgang um 16 Prozent – APA OTS

Beim ORF muss aber ob der guten Nachricht Panik ausgebrochen sein. Da werden die Hirne geraucht haben, etwas zu finden, um die meinungsverwandte Expertenschickeria bedienen zu können. Schließlich dürften die ORF-Manipulanten doch etwas gefunden haben, um die gute Nachricht in eine schlechte zu verkehren und den vom Leid anderer lebenden Experten die Möglichkeit zu eröffnen, ihr Dasein zu rechtfertigen. In Kärnten ist man fündig geworden, was ganz gut gepasst haben wird, weil die dort unten eh immer so immun gegen die Experten-Besserwisser-Verbots-Gehirnwäsche sind. Nur im Bundesland Kärnten hat es eine Steigerung von Verkehrtoten gegeben, was gleich zu der Schlagzeile “Negativrekord bei Zahl der Verkehrstoten” genügte.

Der Zweck, die linke Meinungsmafia zu unterstützen, ist damit genial erreicht, denn die meisten Leute lesen ja nur die Schlagzeile. Dass im Vergleichszeitraum des Vorjahres Kärnten mit 16 Unfalltoten einen Rückgang um 12 (knapp 43 Prozent) zu verbuchen hatte, die derzeitige Steigerung um 3 Opfer in Bezug darauf eigentlich als sehr moderat anzusehen wäre und dass Statistiken mit derart niedrigen Zahlen generell zufallsanfällig sind, realisiert fast niemand mehr. Die Schlagzeile bleibt picken und in stiller Demut wird die überwiegende Mehrheit künftige Restriktionen und Abzockereien im Straßenverkehr hinnehmen…

Dass diese Manipulation nicht zufällig geschieht, erkennt man ganz leicht im Text des ORF-Artikels:

2008 gab es in Kärnten im ersten Halbjahr übrigens 28 Verkehrstote.

Dieser unscheinbar im Text (mit seiner Aussage mehr oder weniger allein) stehende Satz wird wohl die Verteidigungsstrategie des ORF sein. Damit kann ihm nämlich niemand vorwerfen, es wäre nicht erwähnt worden, dass Kärnten gegenüber 2008 auch im Jahr 2010 noch immer einen Rückgang an Unfalltoten von ca 32 Prozent aufzuweisen hat… ;)

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