5. Dez. 2011
Mag Kristina Edlinger-Ploder, den Namen wird man sich merken müssen, wenn es dereinst darum gehen wird, das Abkacken der ÖVP zu erklären…
Außerhalb der Steiermark hört man von der Frau Landesrätin gewöhnlich nicht viel und wie mir scheint, ist das auch gut so. Dem übrigen Österreich geht sie gewöhnlich also komplett am Allerwertesten vorbei und die Steirer werden ihr Wirken schon bei der nächsten Wahl zu würdigen wissen. Nun aber hat die Guteste ein ganz besonderes Schmankerl zum besten schlechtesten gegeben. Sie will den Schülern vorschreiben, was sie gefälligst zu essen haben. Wurstsemmeln / Cola & Co sollen in Schulen generell verboten werden. Stattdessen sollen in den Buffets nur mehr Kleie, Grüntee etc und zusätzlich am Klo Kondome verkauft werden…
Den lieben Kleinen soll also der Lebensstil der alltagsfaschistischen, eitlen Selbstverwirklicher (schmackhafte Nahrungsmittel = schlecht, Kleie und Herumhuren = gut) eingehämmert werden…
Mir ist natürlich auch klar, dass Fastfood und Zuckerhaltige Getränke – im Übermaß genossen – der Gesundheit nicht förderlich sind. Aber trifft das nicht auf alle Nahrungs- und Genussmittel zu? “Trinkst zuviel Wasser, stirbst auch“, hat ein weiser Arzt bei uns einmal gesagt. Es geht also nicht darum, etwas NICHT zu konsumieren, sondern eher darum, nicht ZU VIEL davon abzubekommen.
Würde also die Frau Edlinger-Ploner kurzfristig auch etwas nachdenken, dann würde sie sehr schnell erkennen, worauf es wirklich ankommt. Solange nämlich ein Kornspitz mindestens zweimal soviel kostet, als eine Semmel, solange wird sich, zumindest beim Essen, nichts ändern. Da wäre zunächst einmal der Hebel anzusetzen. Wenn man nämlich bedenkt, welch verschwindend kleiner Anteil des Endpreises auf die Rohstoffe (Weißmehl / Vollkornschrot) entfällt, ist der Preisunterschied keinesfalls gerechtfertigt. Aber vielleicht weiß die Gute das eh und will nur einem gewissen Klientel ein gutes Geschäft zuschieben, indem sie deren Konkurrenz ausschaltet…
Und wenn wir schon beim nachdenken sind, wäre da noch etwas. Sollten sich die Preisunterschiede nicht ändern, dann wird der faschistoide Vorstoß der Frau Edlinger-Ploder, so er wirklich umgesetzt wird, noch etwas bewirken – nämlich das Ende der Schulbuffets. Gar so blöd, wie die Guteste meint, sind nämlich die Schüler (samt ihrer Eltern) auch wieder nicht. Die werden sich nicht derart gängeln lassen, sondern einfach die Jause – und zwar eine solche, die ihnen auch schmeckt – schon in die Schule mitbringen. Die Buffets werden dann zwar ausschließlich abgrundtief Gesundes anbieten, aber in Ermangelung von Kunden eingehen wie die sprichwörtliche böhmische Leinwand. Und was kommt dann? Werden dann die Jausensackerl der Kinder am Schuleingang von Securitys gefilzt?