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23. Nov. 2011

Wenn der Hut lichterloh brennt und das Damoklesschwert schon gefährlich tief hängt, halten die Leute gewöhnlich zusammen, um das drohende Unheil abzuwenden. Sollte man jedenfalls meinen…

Dass der Hut infolge maßloser Schuldenmacherei schon bedenklich raucht, weiß man im Ösiland ja schon eine Weile lang. Das hat unsere 183 Dolme natürlich noch nie davon abgehalten, ein teures Gesetz nach dem anderen durchzuwinken. Nun aber sind auch die Ratingagenturen aufmerksam geworden und es droht uns ein Bonitätsverlust (Verlust “AAA”-Status), was sich mit höheren Zinsen für neue und auch der schon bestehenden Schulden des Staates auswirken würde.

Das hat jetzt die Regierung doch munter werden lassen und man einigte sich rasch, eine Deckelung der Staatsschulden (=Schuldenbremse) in der Verfassung zu verankern. Wenngleich auch gleichzeitig eine Steuerbremse eingezogen gehörte (nur beides gemeinsam kann den Staat wirklich dazu zwingen, mit dem Geld der Bürger sorgsam umzugehen), muss man die geplante Schuldenbremse dennoch als gute und notwendige Sofortmaßnahme ansehen. Eine Erhöhung der Zinsen für unsere Staatsschulden um ein einziges Prozent würde ja schon mit 2.000 Millionen (2 000 000 000) Euro pro Jahr zu Buche schlagen und jeder Depp kann sich vorstellen, was Zinserhöhungen von mehreren Prozenten (wenn die Spirale einmal in Gang gesetzt ist, kann es sehr schnell gehen) für Folgen haben würden.

Nun scheint es aber so, dass das Unglück mit der geplanten Schuldenbremse abgewendet werden kann. Gut, es sind auch noch zusätzliche Einsparungen (zurecht) gefordert, aber wir wussten ja alle, dass wir über unsere Verhältnisse gelebt haben und dass darob einmal die Rechnung gelegt werden würde. Wie es jetzt aussieht hängt aber alles an der verfassungsmäßigen Schuldenbremse, ohne eine solche wir das “AAA”-Ranking ganz sicher verlieren werden.

Man sollte nun meinen, dass bei so einem Anlass (es geht um unsere finanzielle Existenz – 2 Milliarden pro Prozentpunkt und Jahr seien in Erinnerung gerufen), ALLE Parteien im Parlament zusammenrücken und sich gemeinsam auf die Seite der Bürger stellen. Und zwar, um den Agenturen zu zeigen, dass die Österreicher in Zeiten von drohendem Unbill zusammenstehen, handlungsfähig sind und (auch wenn´s unangenehm ist) wissen, was zu tun ist.

Nur – unsere Kleinkrämeropposition ist da anders. Was scheissen die sich um die paar Milliarden, die ja sowieso nicht die Parteien, sondern eh nur die Ösiländer zahlen müssen. Sie zieren sich kleinkariert und machen ihre politischen Spielchen ungehemmt weiter – ganz so, als ginge es lediglich um eine unbedeutende Änderung in der Abfallbehandlungspflichtenverordnung…

Ein Gutes hat die Sache aber dennoch. Die Oppositionsflachwurzler zeigen uns hier ganz deutlich, welche Kaliber sie sind und was man von ihnen wirklich erwarten darf – nämlich nichts.

Und dabei wäre es so einfach gewesen. Man hätte nur ALS ALLERERSTES sagen müssen, dass man, wenn Österreich einem braucht, zur Verfügung stehen und selbstverständlich mitstimmen werde. Danach könnte man immer noch die Regierung geißeln, dass die uns in so eine Situation manövriert hat, die diese drastischen Schritte überhaupt erst notwendig gemacht hat. Man würde so den Bürgern signalisiert haben, dass Österreich zuerst komme und nicht – so wie es jetzt aussieht – die Partei.

In grenzenloser Dummheit haben also die führenden Oppositionspolitiker hier der Regierung einen Elfer aufgelegt. Und zwar auch noch einen solchen, der nicht einmal einen Schützen braucht, sondern sich vollautomatisch selber einnetzt. Der Werner und der Michi stehen nun als Strahlemänner in Sachen Krisenmanagement (sehr rasche Einigung auf die Schuldenbremse) da und haben gezeigt, dass sie, wenn es drauf ankommt, für die Österreicher auch zusammenhalten können (sowas sieht der Wähler ja gerne). Und den beiden kann jetzt eigentlich überhaupt nichts mehr passieren, denn für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Verfassungsmehrheit für die Schuldenbremse doch nicht erreicht werden kann, stehen sie als Märtyrer da. Schuld an dem finanziellen Desaster wäre ja sowieso die Opposition. Mich würde echt interessieren, wo die Oppositionsparteien ihre Berater ausgegraben haben. Vielleicht sollten sie auch einmal prüfen, für wen diese wirklich arbeiten… ;)
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PS: Viel gescheiter als die Oppositionsparteien sind auch die Bonzen der Arbeiterkammer nicht. Die können sich diese Blödheiten aber locker leisten. Sie werden ja nicht vom Volk, sondern nur von den eigenen Funktionären gewählt… ;)

13. Nov. 2011

Was haben wir gelacht, als Hubert The Englishman Gorbach seinen Brief geschrieben hat. Viel gescheiter ist der Brief, den die Grünen nun an die Regierung geschickt haben, aber auch nicht…

Die Grünen warnen die Regierung darin, dem ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) nicht zuzustimmen, wenn nicht auch die privaten Spekulanten zur Kasse gebeten werden. Werner Kogler meint dazu:

“Es kann nicht sein, dass jene, die zuvor von hohen Zinsen auf Staatsanleihen profitieren, dann nichts zur Rettung beitragen müssen. Es kann nicht immer nur der Steuerzahler drankommen.”

“Die verpflichtende Privatgläubigerbeteiligung ist eine wichtige Waffe gegen Spekulation. Die Finanzspekulation wirkt derzeit als Brandbeschleuniger.”[Zitate: kurier.at]

Gleich vorweg einmal eine Lebensregel. Eine Drohung sollte man nur aussprechen, wenn zumindest irgendeine Chance besteht, diese auch wahrmachen zu können. Ansonsten ist es nur leeres Gelaber, über das sich die Bedrohten den Buckel vollachen. Aktuell wird sich ob des grünen Briefes jetzt wohl unser rot/schwarzes Dreamteam zerkugeln. Die Grünen MÜSSEN nämlich dem ESM zustimmen. Einerseits kriechen sie der brüsseler Eurokratie schon immer derart im Allerwertesten herum, dass es denen schon unangenehm sein muss, und andererseits können sie sich als deklarierte Europapartei eine zum Scheitern des Projektes (und in der Folge wohl der ganzen EU) führende Verweigerung gar nicht leisten, ohne vollends das Gesicht zu verlieren.

Auch sollte der Herr Kogler vielleicht auch präzissieren, wen er, mit “jenen, die zuvor von hohen Zinsen auf Staatsanleihen profitieren” und die er gläubigerbeteiligen will, jetzt wirklich meint. Sind es die Weltabzocker ala Rothschild, Rockefeller und Konsorten? Wohl kaum, denn das wäre nicht politisch korrekt. Ansonsten bleiben aber nur die Banken und Versicherungen übrig und die werden nicht anders können, als die Kosten auf die Kunden abzuwälzen. Und das wird – zB mit höhreren Bankgebühren, höheren Versicherungsprämien, niedrigeren Sparzinsen, geringeren Erträgen bei Lebensversicherungen und privaten Pensionsvorsorgen etc – alle erwischen.

Nun war schon immer klar, dass gemachte Schulden irgendwann bezahlt werden müssen und dass das ohne Einschnitte nicht gehen kann. Es rechnet ja in Wahrheit eh niemand mehr damit, ungeschoren davonzukommen. Nur könnte man von einer sich fortwährend als intelligent und ehrlich präsentierenden Partei erwarten, dass einem das auch gesagt wird. So wie die Grünen jetzt vorgehen, stehen sie der FPÖ des HC Strache in Sachen Populismus (im negativem Sinne gebraucht) um nichts mehr nach. Sie zielen damit nämlich genau auf dieselben Döseln ab, die sie als Wähler der FPÖ fortwährend verachten und heruntermachen… ;)

10. Nov. 2011

Ich gebe zu, vom Fritz Grillitsch habe ich früher nur gewusst, dass er der Präsident des Bauernbundes ist. Ansonsten war der Mann für mich ein unbeschriebenes Blatt und hat mich auch nicht weiter interessiert. Respekt und Aufmerksamkeit nötigte er mir erst ab, als er Thilo Sarrazin eingeladen hat. Dass das möglich ist, ließ die Hoffnung aufkeimen, die ÖVP könnte sich nach Jahrzehnten der selbstverklichenden, ekelerregenden politische Korrektness doch noch auf ihre Wurzeln besinnen und zu vernünftiger Politik zurückkehren.

Aber weit gefehlt. Anstatt den Grillitsch zum schwarzen Ritter zu schlagen, werfen sie ihn unkant hinaus. Der Spindi lässten wahrscheinlich den Harten raushängen, um zu dokumentieren, dass er keinen Spaß versteht, wenn es um die Parteilinie geht. “Hände falten, Goschen halten“, hat ja angeblich in der ÖVP schon mal einer gesagt. Wurscht, es ist Spindeleckers Recht, da durchzugreifen. Nur sollte sich der Guteste die Parteilinie, die er da so resch verteidigt, einmal anschauen und in sich gehen. Dann würde er den Holzweg, auf dem sich die Partei befindet, vielleicht selber erkennen.

Würde ein vor 30 Jahren verstorbener Schwarzer nämlich jetzt wiederauferstehen und man würde ihm die ÖVP zeigen und fragen, was für eine Partei das denn sei, würde sie der frisch Auferstandene wahrscheinlich für die SPÖ (wenn nicht sogar für die KPÖ) halten. Auf die Idee, dass es die ÖVP sein könnte, käme der Mann ganz bestimmt nicht… ;)

Nach links driftet die ÖVP ja schon lange und es ist auch nicht neu, dass der Linksdrall immer stärker wird. Aber der Spindelegger und sein Team tanzen den Linkswalzer derart perfekt, intensiv und ausdauernd, dass darob wohl sogar die Derwische vor Neid erblassen würden… ;)

5. Nov. 2011

Der gerade den sachverständigen Schulmeister heraushängen lassende Salzbaron kämpft mit dem Bildungsvolksbegehren für die linksideologische Gesamtschule. Und dabei liegen die Probleme ganz woanders…

In der Ferdinand-Hüttner-Schule in Linz wird offenbar, woran es im Schulsystem krankt. Ein Direktor wurde (richtigerweise) entfernt, weil er dringend verdächtig ist, Watschen ausgeteilt zu haben. Seine Nachfolgerin wird aber nun auch angegriffen – und zwar von Eltern und Lehrern. Auf Kurier.at ist darüber unter dem Titel “Eltern drohen mit Schülerstreik” über die “Verfehlungen” der neuen Schulleiterin zu lesen:

Beispielsweise habe sie aus Sicherheitsgründen versucht, durchzusetzen, dass schulfremde Personen nicht mehr nach Belieben in den Klassen ein- und ausgehen dürfen. Und sie forderte Kinder auf, während des Unterrichts ihre Trinkflaschen bis zur nächsten Pause wegzupacken.
[Zitat: Kurier.at]

Hmmm, jeder vierte Österreicher hat einen an der Klatsche, behauptet zumindest die Deppendoktorlobby. Wenn das alles ist, was man der Frau vorwirft, dann müssen diese Vierten in der seltsamen Besserwisservereinigung von Linz überproportional stark vertreten sein. Sollte es nicht das Normalste vom Normalen sein, dass sich in Klassenzimmern während des Unterrichts im Normalfall nur Lehrer und Schüler aufhalten? Und wegen der während des Unterrichts verbotenen Trinkflaschen könnten sich die Herrschafte Eltern getrost selber bei der Nase nehmen. Hätten sie ihren Kindern nämlich ein Mindestmaß an Anstand und Respekt anderen gegenüber beigebracht, dann wäre das sowieso kein Thema. Dann nämlich würden die Kinder ihre Trinkflaschen von sich aus bis zur Pause im Rucksack lassen, und wenn doch nicht, wenigstens einen diesbezüglichen Hinweis verstehen und lernen, dass ein Mindesmaß an Anstand das Leben wesentlich erleichtert.

Aber die Sache hat auch sein Gutes. Durch die Unstimmigkeiten in der Ferdinand-Hüttner-Schule in Linz kommt nämlich die ganze Misere unseres Bildungssystems zum Vorschein. Genau so, wie die selbsternannten Revoluzzer dort wollen, gelingt nämlich die Verblödung der Gesellschaft von ganz alleine. So schafft man es ganz ohne Anstrengung, dass ein Großteil der Schulabgänger die Grundrechnungsarten nicht beherrscht, nicht sinnerfassend lesen kann und darob als (ober)gescheiter Besserwisser leicht manipulierbar durchs Leben stolpert.

Das was da in Linz vorgeht, ist nämlich kein Einzelfall. Vielmehr haben die Schüler in den meisten Volksschulen ihren Hauptstress darin, es nicht rechtzeitig von einer Kuschelecke in die andere zu schaffen. Und die Lehrer, die sich unterstehen, ihren Schülern das 1×1 oder halbwegs sinnerfassendes Lesen beibringen zu wollen, sehen sich einer breiten Angriffsfront aus Linksideologen, besserwisserischen Experten und bissig querulierenden Eltern bei gleichzeitig fehlender Unterstützung durch die Schulbehörden gegenüber. Sie werden so systematisch dazu gebracht, den Hut drauf zu hauen und ebenso lau dahinzuplätschern, wie die anderen Wellnesslehrer. Es gibt nur wenige, die diesen linken Selbstverwirklicherdruck standhalten können. Und die sind stark burnoutgefährdet…

Es wäre also genug zu tun in Sachen Schule – und es wird auch viel getan. Leider genau in die falsche Richtung, wie das Volksbegehren des Salzmannes beweist… ;)

2. Nov. 2011

Es wird eng in Linz und Angriff ist die beste Verteidigung, werden sich die Zockerkönige wohl nun gedacht haben…

Die Zukunft der Linzer haben sie sowieso schon verschissen, weil sie mit Geld, dass sie überhaupt nicht hatten und dass noch viel weniger ihnen gehörte, riskant gewettet haben. Ob das nun aus abgrundtiefer Dummheit, abgehobener Selbstverwirklichung, Spielsucht oder aus noch niedrigeren Beweggründen geschehen ist, ist unerheblich. Der Schaden ist da und die Zockerbande bringt jetzt in einer an Verzweiflung gemahnenden Aktion eine Klage gegen die BAWAG ein. In DiePresse steht darüber:

Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ): „Alle gesetzlichen Grenzen, die es einzuhalten gilt, wenn man mit einer Gemeinde Geschäfte abschließt, wurden überschritten.“
Im Kern stützen sich die Anwälte von Linz auf folgende Argumentation: Das Geschäft sei unwirksam, weil es gegen die kommunalrechtlichen Organisationsvorschriften verstößt. Im Detail geht es darum, dass kein Gemeinderatsbeschluss vorlag, die Gemeindeaufsichtsbehörde das Geschäft nicht genehmigt hatte und es für die Bawag evident gewesen sein müsse, dass Finanzdirektor Werner Penn das Geschäft nie hätte abschließen dürfen.

[Zitat: DiePresse]

Aha, der Bürgermeister meint, dass alle Grenzen überschritten worden sind und der Finanzdirektor das Geschäft niemals nie hätte abschließen dürfen. Und das wird wahrscheinlich auch so in der Klage stehen und anständig unterlegt sein. Normalerweise müsste also der Herr Bürgermeister angesichts des Schadens, den da ein Unbefugter hinter seinem Rücken seiner Stadt beschert hat, fuchsteufels wild sein und die Klage jedenfalls auch an die Staatsanwaltschaft schicken. Da wird nämlich der Sachverhalt einer Untreue beschrieben wie er im Buche (Strafgesetzbuch – § 153) steht. Schöner geht´s ja fast gar nimmer, das Schriftstück könnte man wahrscheinlich gleich 1:1 als Anklageschrift hernehmen… ;-)

Mir ist natürlich schon klar, warum der Herr Bürgermeister die Staatsanwaltschaft scheut, wie der Teibel das Weihwasser. Ein mit 10 Jahren Häfen (=die Höchststrafe bei Untreue und bei so einem Schaden wahrscheinlich obligatorisch…) bedrohter Ex-Finanzdirektor würde nämlich recht rasch weiche Knie bekommen, höchst wahrscheinlich wirklich untreu werden und (der Himmel möge uns beistehen) vielleicht sogar auspacken… ;)

30. Okt. 2011

Im Anti-Raucher-Krieg ist kein Ende in Sicht. Im Gegenteil – die Anti-Raucher-Taliban wollen anscheinend bis zum Endsieg weiterkämpfen…

Ja, bei uns geben sich die Gesundheitsfaschisten in der Raucherbekämpfung momentan recht ruhig. Der ORF zeigt uns aber, dass die Ruhe trügerisch ist und der Krieg gegen die Raucher weltweit ganz und gar nicht zum Erliegen gekommen ist – ja, die prohibitionistische Endlösung schon vor der Tür steht:

Neuseeland geht noch viel weiter. Geht es nach den Plänen des Gesundheitsministeriums, steht das Land vor der Umsetzung des wohl schärfsten Anti-Tabak-Gesetzes der Welt. In einem ersten Schritt wurden nun Tabakwaren unter den Geschäftstisch verbannt. Zudem wird der Verkauf von Zigaretten an Minderjährige mit Geldstrafen in Höhe von umgerechnet mehreren tausend Euro bestraft. Da Tabak kein Produkt für eine „ideale Welt“ sei, hat Gesundheitsministerin Tariana Turia aber bereits weit schärfere Maßnahmen im Visier und will ein völliges Verbot durchsetzen.
[Zitat: ORF.at]

Aha, eine ideale Welt will sie also machen, die Gesundheitsministerin Tariana Turia. Vielleicht sollte der Gutesten einmal jemand erklären, dass es sowas nicht gibt und auch nicht geben kann. Der Mensch ist nämlich nicht ideal sondern, wie alles andere in unserer Welt auch, vielfältig und chaotisch. Eben durch diese Vielfalt wird das Ideal des einen IMMER das Greuel des anderen sein und die größten Verbrecher an der Menschheit haben ja auch immer im Bestreben gehandelt, eine ideale Welt zu erzwingen. Wie das jeweils ausgegangen ist, kann man in den Geschichtsbüchern nachlesen, die an den betreffenden Stellen den grauslichsten Horrorthrillern um nichts nachstehen…

Wenn Frau Tariana Turia also unbedingt in Sachen Gesundheit etwas tun will, dann sollte sie wohl zunächst einmal bei sich selber anfangen. Mit etwas weniger fressen zum Beispiel. Es macht nämlich keinen schlanken Fuß, sich selber nicht im Griff zu haben (die Gute hat sich erst kürzlich den Magen abtackern lassen…) und anderen diesbezüglich gute Ratschläge geben zu wollen. Aber solche unbedeutenden Kleinigkeiten werden die Rundliche wohl nur äußert peripher tangieren. Was sich gehört und was nicht hat Faschisten ja noch niemals interessiert… ;)

27. Okt. 2011

Sind der dümmlichnaiven Verarschung der EU-Bürger wirklich überhaupt keine Grenzen mehr gesetzt?

Eine EU-Initiative gegen illegale Einwanderer steht anscheinend bevor und darob sinniert man in Brüssel auch, ob man nicht die Visapflicht für die Balkanstaaten wieder einführen soll. Aber hallo! Was ist denn da los? Ist etwa die brüsseler Extrembürokratenbande rechtslastig geworden?

Na ja, letzteres kann man wohl von vorneherein ausschließen, denn abgehobene, von Alltagssorgen befreite, gutmenschliche Selbstverwirklicher können sich nicht ändern – auch angesichts größtmöglicher Probleme (die ja eh nur die normalen EU-Bürger betreffen) ist das gänzlich unmöglich. Es muss also ganz was anderes dahinterstecken. Und so ist es auch. Seit der Aufhebung der Visapflicht für die Westbalkanstaaten Anfang des heurigen Jahres sind die Asylanträge von Auswanderern aus diesen Ländern sprunghaft angestiegen…

Und da muss die EU-Verwaltung natürlich zeigen, dass man ja eh was tut. Frontex soll ran und den schlimmen Balkanländern stellt man die Rute der Wiedereinführung der Visapflicht ins Fenster. Der gelernte EUler weiß natürlich, dass man in Wahrheit überhaupt nichts tun will und das alles nur dazu dient, den EU-Bürgern vorzuspielen, man würde eben was tun. Frontex ist nämlich sonst nichts, als ein teurer, besserwisserischer Quasselverein, der mit Polizisten aus ganz Europa (die daheim natürlich fehlen) beschickt wird. Dass die eingesetzten Frontexpolizisten dann in den Staaten, wo sie eingesetzt sind, original 0 Kompetenzen haben und zum reinen Zuschauen (zB wie hart im Nehmen die Kollegen des Einsatzlandes oft sind ;) ) verdammt sind, ist sowieso klar. Und dass die Visapflicht ganz sicher nicht mehr eingeführt wird, wissen die EU-Verwaltung, die betroffenen Staaten und die gewöhnlichen Bürger genauso, wie die Schlepperorganisationen und alle potentiellen Asylanten Einwanderer.

Natürlich werden viele der Eurokratie diese grenzenlose Verarschung abkaufen und meinen, es sei alles kompliziert und mehr könne man eben nicht tun. Das ist aber ganz falsch. Wollte man nämlich gegen die FlüchtlingsEinwanderungsströme etwas tun, dann ginge das ganz leicht. Man bräuchte nur die lächerlichen (von der Asylindustrie lobbyierten) Asylgesetze (europaweit) etwas verschärfen und ALLE Abgelehnten sowie ALLE illegalen Einwanderer bedingungslos abschieben. Dass der Familiennachzug ebenfalls überdacht gehört, ist sowieso klar. Derzeit kann ja ein erfolgreicher Asylschwindler seine ganze Sippschaft nachkommen und im Sozialsystem versorgen lassen. Die Leute würden dann recht schnell erkennen, dass der Asylschmäh nicht mehr wirkt und notgedrungen versuchen, sich zu Hause eine Existenz aufzubauen…

Aber wie gesagt, das wird mit der lobbyismusverseuchten brüsseler Selbstverwirklicherbande nicht gehen. Die machen ein Scheunentor auf und eine kleine Schlupftür zu und meinen dann, die Bürger würden ihnen diese Verarschung schon abnehmen. Und das Allerschlimmste daran ist, dass die weltgrößte Schlepperorganisation (=EU-Verwaltung ;) ) mit dieser Bürgerverarschung auch noch durchkommt. Anscheinend sind wir alle schon hoffnungslos verblödet…
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PS: Ganz gut erkennt man die Verarschung auch daran, dass man in Brüssel scheinbar nicht mehr zwischen Einwanderern und Asylsuchenden unterscheiden kann (will?). Man rechtfertigt nämlich die “Maßnahmen” gegen illegale Einwanderung mit dem Anstieg bei den Asylwerbern. Damit unterstellen die Guten nämlich allen Asylwerbern, Schwindler zu sein. Ich find´s zum zerkugeln, da ist ihnen anscheinend irrtümlich die Wahrheit rausgerutscht… ;)

25. Okt. 2011

Wenn man einer Ziege einen Anzug anzieht, wird sie trotzdem eine Ziege bleiben – egal, was der Anzug kostet… ;)

Schon eine Zeit lang haben sie herumgezickt und man hat befürchten müssen, dass es einmal soweit kommen wird. Nun haben der Werner und der Spindi aber wirklich ernst gemacht und ihren großen bildungspolitischen Wurf bekannt gegeben. Die Hauptschule wird abgeschafft und stattdessen wird es nur mehr die Neue Mittelschule geben.

230 000 000.- Euro (in Schilling 3,16 Milliarden) wird der Schamott dann pro Jahr offiziell (der gelernte Ösiländer weiß ja, dass es dann tatsächlich noch mehr sein wird…) kosten – Mehrkosten gegenüber jetzt wohlgemerkt. Der neue Anstrich wird zwar den Schülern nichts bringen, aber Rot und Schwarz haben es nach langem schweren Leiden geschafft, ihr Gesicht zu wahren. Die einen haben eine Art Gesamtschule eingeführt und die anderen haben die Gesamtschule verhindert. Na, wenn das nichts ist, was dann? Das muss uns doch die schlappen 230 Mille per anno wert. Wir haben´s ja gerade eh so dick… ;)

21. Okt. 2011

Peter Hochegger packt anscheinend gerade aus und siehe da, auch Personen aus dem rot/grünen Millieu sollen in Geschäftsverbindung mit ihm gestanden sein…

Dass auch die SPÖ irgendwie mit der Telekom verbandelt sein könnte ist ja so eine große Neuheit nicht. Vielmehr gehört zum Allgemeinwissen der gelernten Österreicher (sogar jener mit nur äußerst mäßiger Bildung), dass die Telekom eine rote Firma ist. Überrascht wäre man also nur, wenn die SPÖ NICHT in irgendeiner Form mit im Boot gewesen wäre…

Bei den sich bei jeder Gelegenheit penetrant den SaubermannIn heraushängen lassenden Grünen ist das aber eine andere Geschichte. Dass auch bei denen eine Connection zum österreichischen Paradelobbyisten offenbar geworden ist, ist dann wirklich eine Überraschung. Ja, es geht (derweil wenigsten noch ;) ), nur um einige wenige Parteimitglieder aber auch das ist angesichts dessen, dass man ja noch nie richtige Macht hatte (die Grünen waren ja noch in keiner Bundesregierung), viel.

Aber wie auch immer, es gilt die Vermutung der Unschuld aller Beteiligten, und die Neuen wehren sich auch. Ist aber auch nicht unbedingt neu, dass man, wenn man beschuldigt wird, eigene Argumente zur Entlastung vorbringt. Die SPÖ dementiert routiniert und Monika Langthaler (Ex-Spitzenmandadarin der Grünen) meint, ihre Firma hätte von der Telekom nur Geld für “standardisierte Sponsoringverträge für umfangreiche Werbeleistungen sowie Kartenkontingente für Veranstaltungen” (Zitat: ORF) erhalten.

Gut, die Anziehungskraft, die ein 38.000.000 Euro schwerer Telekomkomkuchen auf Berater, Lobbyisten und sonstige Geschäftemacher ausübt, ist nachvollziehbar. Aber andererseits wird der guten Fr Langthaler der dem Peter Hochegger vorauseilende Ruf nicht unbekannt gewesen sein – so neu ist der ja auch wieder nicht. Auch hätte sie sich fragen können, wozu die Telekom laufend Kartenkontingente kauft. Dass die Telefonierer damit Handel treiben werden, wird sie ja wohl nicht angenommen haben. Und dass sie die teuren Karten aus lauter Gutheit verschenken, wohl eher auch nicht.

Selbstverständlich ist auch mir klar, dass man ein gutes Geschäft gefährden kann, wenn man zu viele Fragen stellt oder sich um die moralische Konsistenz des Geschäftspartners zu viele Sorgen macht. Aber wo jetzt genau der Unterschied (außer im Volumen natürlich) zwischen den Geschäften der Frau Langthaler und jenen von Herrn Hochegger ist, sollten die Guteste und wohl auch ihre Partei jetzt doch noch etwas näher erklären… ;)

14. Okt. 2011

Ja, er hat was aus sich gemacht, der Investmentbanker Gerald Hörhan. Er soll´s genießen und von mir aus auch glücklich werden. Wenn es aber irgendwie geht, soll er das Maul halten, denn seine Klugscheisserei ist kaum erträglich…

In seinem kürzlich veröffentlichen Buch “Investment Punk” beschimpft er pauschal die Jugend und stellt seine Thesen für eine bessere Welt dar. Selbstverständlich kommt da dann die Philosophie der Bankzocker als einzig wahre Formel nicht zu kurz. Niemand solle sich auf den Staat (Bildung, Gesundheitswesen, Altersvorsorge) verlassen, sondern selbst kreativ (so wie er selbst) bis zum Umfallen ruacheln, um sich selber mit einem großen Vermögen abzusichern.

Er schimpft die Jugend faule, dekadente “Arschkriecher“, die mit “zusätzlicher Staatsverschuldung” und “mit jeder aus Rücksicht auf die Alten verweigerten Verwaltungsreform” von der Politik abgezockt werden. Die Jugend solle sich gefälligst gegen die “Abzocke” wehren. Aber nicht durch Proteste gegen die Politik und den Finanzkapitalismus, sondern damit, wirtschaftliche Macht aufzubauen und damit politischen Einfluss zu gewinnen.

Ok, über die derzeitigen Intentionen der Politik kann man diskutieren und dass es mit der Motivation so mancher Jugendlicher nicht zum Besten steht, ist auch nicht zu übersehen. Einige unbedeutende Kleinigkeiten vergisst der gute Bank-Punker aber gefließentlich. Nämlich, dass sich Leute seines Schlages in Scharen gesund gestoßen haben, indem sie die Weltwirtschaft in die Lage gebracht haben, in der sie ist. Und auch jetzt verdienen sie noch immer am Niedergang sehr gut – den Ratingagenturen sei´s gedankt;)

Und wie das Hörhan-Rezept – ruacheln bis zum Umfallen, um auf Kosten anderer ein Vermögen zu machen – funktionieren soll, wenn das (wie er ja rät) alle versuchen, sollte er eventuell auch noch näher erklären. Sich nur gegenseitig auszusaugen kann nämlich nicht viel bringen. Am Ende wären wohl nur die skrupellosesten der Schlauen reich und alle anderen mehr oder weniger arm – so wie jetzt auch… ;)

Verstehen kann man den Bankzocker aber schon wenn er die jungen Leuten dazu bringen will, sich nicht aufzulehnen, sondern stattdessen stumm zu ruacheln. Wenn die nämlich einmal wirklich wütend werden, dann gehören er und seinesgleichen nämlich zu denen, die recht schnell zusehen müssen, dass sie Land gewinnen. Der Volkszorn, unberechenbar und zu allem fähig, wird dann nämlich ein Ventil brauchen und mit Klugscheissen ganz bestimmt nicht mehr zu besänftigen sein…

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