Von der aus Amerika in die EU übergeschwappten Antiraucher-Hysterie kann natürlich Österreich nicht verschont bleiben. Jetzt ist auch bei uns die befürchtete, dennoch aber erwartete, Diskussion über ein allgemeines Rauchverbot in allen Lokalen losgebrochen.
Dass mir das nicht gefällt ist den Lesern von kritikus.at ja schon lange bekannt und daher nichts Neues. Trotzdem habe ich mich entschlossen, diese statische Seite als Übersicht über die Diskussion zum Thema “generelles Rauchverbot in Österreich” anzulegen. Natürlich kann es von mir niemals eine vollständige Aufstellung geben. Hier werden lediglich solche Diskussionsbeiträge, von wem auch immer, festgehalten werden, die mir besonders auffallen (meistens “sauer aufstoßen”), um auch in paar Jahren noch nachlesen zu können, wie die Sache gelaufen ist. Es soll nachher nicht heißen “das Rauchverbot ist halt gekommen”, sondern ich will dann auch nachlesen können, warum und vor allem durch wen es gekommen ist.
*** Vorerst kein Totalverbot
*** Gescheiter geworden scheint der Ärztekammerpräsident geworden zu sein…
*** Die Gastronomie ist schon dabei, Wege aus der Drohenden Rauchverbots-Krise zu finden
*** Das EU-Parlament hat das selbst auferlegte Rauchverbot im Parlamentsgebäude aufgehoben, wir werden trotzdem eines bekommen…
*** Teilweise ist es abenteuerlich, was “wissenschaftlich” alles präsentiert wird, um endlich Raucher auszumobben. Eine Studie über die Lungenerkrankung COPD aus Salzburg (wieder einmal…).
*** Erfreulicherweise gibt es in der Steiermark gegen die Verbotsfanatiker Hirt und Voves auch Widerstand.
*** Die Koalitionsverhandler haben sich auf ein allgemeines Rauchverbot im Grundsatz geeinigt – schade erstmal…
*** Gabi Burgstaller – SPÖ-Landeshauptfrau von Salzburg - ist in der SPÖ für das Thema zuständig und hat nie ein Hehl daraus gemacht, dass sie für ein totales Rauchverbot eintritt
*** Maria Rauch Kallat – Gesundheitsministerin – ÖVP – macht ernst und übernimmt die Forderungen der SPÖ zum Rauchverbot.
*** Josef Ackerl – Landesrat der SPÖ Oberösterreich will gar einen “Präventionseuro” auf jede Packung Zigaretten einführen…
*** Die SPÖ Steiermark – Gesundheitslandesrat Helmut Hirt - eröffnete die Debatte mit einem Vorstoß (jedenfalls wissen wir jetzt, wer angefangen hat).
[...] Und überhaupt, beim totalen Rauchverbot in Lokalen klappt die Schlagdraufundschluss-Methode ja auch so gut. Suggeriert wird jedenfalls, dass wir nachher alle einer überwältigenden Gesundheit anheim fallen werden und es Krankheiten wahrscheinlich gar nicht mehr geben wird… [...]
25. Nov. 2006 | #
[...] Das ist deshalb erwähnenswert, weil es zeigt, wie einseitig die Einführer des Allgemeinen Rauchverbotes in Lokalen - Gabi Burgstaller und Maria Rauch Kallat - argumentieren. Wenn nämlich das Rauchverbot kommt wird gewiss eine Anzahl von Rauchern in der einen oder anderen Form depressiv werden und die haben dann das Risiko x2. Ich habe immer gedacht, die Gesundheitspolitiker sind für die Gesundheit aller da. Scheint als ob ich mich geirrt hätte . [...]
26. Nov. 2006 | #
[...] Peter Westenthaler hat eine Bürgerinitiative – http://www.ohneverbotgehtsauch.at/ – gegen das geplante generelle Rauchverbot in Lokalen ins Leben gerufen. [...]
21. Dez. 2006 | #
[...] Nun fordert er mit seinem “Grünbuch” (warum heißt es eigentlich nicht “Weißbuch” oder “Teerbuch” etc ? ), dass alle Staaten der EU totale Rauchverbote erlassen sollen. Ob sie wollen oder nicht – basta. Wahrscheinlich wird der gute Markos dabei von den Ländern angetrieben, die das Totalverbot in vorauseilendem Gehorsam bereits eingeführt haben. Jetzt dürfte es denen schön langsam dämmern, dass es ein Schuss ins eigene Knie war und die gloreichen Erfolgsstatistiken größtenteils getürkt sind. Natürlich muss man dann dafür eintreten, dass diesen gleichen Fehler alle machen. Dann fällt nämlich der eigene nicht mehr so auf . Wir werden sehen, ob unsere Politiker es wagen werden, den Extrembürokraten auch einmal entgegenzutreten. Das Thema Rauchverbot wäre eine Gelegenheit dazu. Na ja, viel Hoffnung habe ich ja selber nicht… Jedenfalls aber fügen Leute wie Markos Kyprianou der EU großen Schaden zu. In Ermangelung von sinnvollen Aufgaben (wichtige Sachen werden ja von den Regierungen entschieden) produzieren sie nur Unfrieden und ausufernde Bürokratie, um uns dann einreden zu wollen (großteils mit gekauften Studien und Statistiken), wie gut ihre “Ideen” doch waren. Vielleicht setzt sich irgendwann wieder die Vernunft durch und diese Leute werden “geteert und gefedert” (soll heißen mit Schimpf und Schande) aus Brüssel gejagt. Ansonsten sind das die Totengräber der EU, weil sie nicht müde werden, immer mehr Leute gegen die Union aufzubringen… [...]
30. Jan. 2007 | #
[...] Ein Problem würde sich durch das Alkoholverbot noch ergeben – dieses würde die Raucher betreffen. Kommt nämlich das totale Rauchverbot in den Lokalen, müsste vor diesen geraucht werden. Nimmt sich nun jemand dazu sein Bier mit auf die Straße, zB vor einem Innenstadtlokal, wäre er strafbar. Deshalb müssten Raucher ihre Getränke “unbewacht” im Lokal zurück lassen. Wer haftet nun für den Schaden, wenn dieses von anderen ausgetrunken bzw vom Kellner irrtümlich weggeschüttet wird ?. [...]
28. Mrz. 2007 | #
[...] Die WKO Wien hat sich endlich bequehmt, dem drohenden Rauchverbot in Lokalen entgegenzutreten. Dilettantischer geht´s sicher nimmer. Die wiener Gastronomen werden wohl ganz schön sauer sein und sich fragen, wofür sie eigentlich die Kammerumlage bezahlen. [...]
25. Apr. 2007 | #
[...] Warum der Staat zahlen soll, wenn in einem privaten Verein Verbrechen (in Serie?) begangen wurden, erschließt sich mir nicht. Da müsste ja der Staat dann auch jedes andere Verbrechensopfer entschädigen – die würden ja mit dem Zahlen gar nicht mehr fertig werden. Na ja, ein merkwürdiges Rechtsverständnis haben sie halt, die Irländer. Aber beim totalen Rauchverbot waren sie ja auch die ersten… PS: Vielleicht sollten sie das doch bei uns auch einführen. Ich war vor langer Zeit auch in einem kirchlichen Internat. Die eine oder andere Watschen habe ich dort auch bekommen und nächtens musste ich oft alleine im Studierzimmer strafarbeiten (körperliche und seelische Misshandlung). Nicht, dass mir das geschadet hätte und redlich verdient hatte ich es mir ja auch jedes Mal, aber mit einem guten Anwalt… [...]
21. Dez. 2007 | #
[...] Die SPÖ vertritt bei der Raucherausrottung (in Lokalen), Sabine Oberhauser sei´s gedankt, weiterhin eine “strenge Linie”. Das wundert nicht, ist doch die SPÖ nach den Grünen die größte Verbotspartei in Österreich. Ob allerdings hier im Endeffekt ihre Partei mitgeht, wird man sehen. Die Gesundheitsministerin Kdolsky ist immer noch dafür, kleinen Lokalen die Wahlfreiheit (Raucher- oder Nichtraucherlokal) zu geben. Ob sie das durchhält, wird man auch sehen. Einer hat in Raucherfragen aber eine klare Linie. FP-Chef Strache will es (richtigerweise) gänzlich den Wirten überlassen, ob sie in ihren Lokalen das Rauchen erlauben oder nicht. Dass die FPÖ, egal wie es schlussendlich ausgehet, das politische Kleingeld an der dämlichen Diskussion ernten wird, ist auch klar – und das, ohne eigentlich einen Finger zu rühren. Da sieht man die ganze Schläue der (noch) Großparteien… [...]
22. Dez. 2007 | #
[...] Wenn es nicht so ernst wäre, müsste man über solch abgrundtief dämliche Vorschläge nur lachen. Aber so lustig ist das nicht. In Deutschland haben sie ja das totale Rauchverbot Rauchverbot schon umgesetzt und daran sieht man sehr gut, dass die zu allem fähig sind. Und die Verbotsmafia braucht ja auch wieder ein Betätigungsfeld, nachdem die Raucher schon erledigt sind. Bei den Dicken wird es halt schwieriger gehen, da schießt man sich halt derweil auf die Jugend ein… [...]
23. Dez. 2007 | #
[...] Andrea Kdolsky, Gesundheitsministerin von Österreich, hält ein generelles Rauchverbot in Lokalen für “sinnlos”. Bravo, ich auch… [...]
24. Feb. 2008 | #
[...] endet nicht mit einem Totalverbot. Die Sozialpartner haben sich in der Raucherfrage geeinigt und es hat sich, man glaubt es kaum, die Vernunft durchgesetzt. [...]
25. Apr. 2008 | #
[...] Rot, Schwarz und auch Grün sollten jetzt einmal in sich gehen und nachdenken. ZB ob es so gut war, die Leute, die einem wählen sollen, für so blöd anzusehen, dass sie nicht wissen, was gut für sie ist. Es reicht nicht, die Bürokratie mit Unmengen von Experten aufzublähen, die zu ihren eigenen Gunsten dann einer willfährigen Regierung die Grundlagen für Gesetze liefern, ohne dabei nicht im Geringsten auf die Bedürfnisse der Bevölkerung (gemeint ist hier die schweigenden Mehrheit, nicht der krakeelende Minderheit… ) einzugehen. Beispiele gibt´s da genug, zB Rauchverbot, Ausländerthema, Licht am Tag, Punktführerschein etc. Ist schon klar, das sind keine weltbewegenden Sachen, aber gerade die gehen dem gemeinen Volk gehörig auf den Sender und am Wahltag ist eben Zahltag – ein paar Stimmen hier und ein paar Stimmen da, das läppert sich… [...]
28. Sep. 2008 | #
[...] Die walkürische Anti-Rauchkriegerin zu Salzburg sieht das neue Tabakgesetz gescheitert und fordert – was den sonst? – sogleich ein totales Rauchverbot in Lokalen. Krieger sind halt radikal, da kann man nichts machen… [...]
8. Jan. 2009 | #
[...] Kürzlich gab Gesundheitsminister Stöger bei einer Diskussion in Wien kund, dass er gegen ein totales Rauchverbot in der Gastronomie sei… [...]
29. Jan. 2009 | #
[...] Allgemeines Rauchverbot in Österreich [...]
21. Feb. 2011 | #