22. Jan. 2011
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Recht geschaffen gebrochen gesprochen. Belgien und Griechenland müssen einem Asylanten ein Vermögen bezahlen…
Ein Afghane wollte nicht mehr in seiner Heimat bleiben (was man ihm nicht verübeln wird können) und ist ausgewandert. Nach tausenden Kilometern ist er in Griechenland gelanded und weiter durch mehrere EU-Länder nach Belgien gereist. Dort dürfte ihm dann anscheinend eingefallen sein, dass er politisch verfolgt ist. Hätte er das früher schon gewusst, dann hätte er sicherlich schon vorher in anderen Ländern um Asyl angesucht. Gelegenheit dazu hätte es ja auf der langen Reise massig gegeben. Belgien hat dann, wie im Dublin II Abkommen vorgesehen, den Mann zur Durchführung des Asylverfahrens nach Griechenland gebracht.
Wenn man ausblendet, dass die Asylregeln in Europa dem Missbrauch generell Tür und Tor öffnen und somit den Schlepperbanden mit ihren Komplizen der Asylindustrie gigantische Einkünfte ermöglichen, sollte also alles in Ordnung sein. Die Regeln – Dublin II – wurden ja eingehalten.
Dem afghanischen Asylwerber dürfte das aber nicht so geschmeckt haben. Wenn er in Griechenland hätte bleiben wollen, dann hätte er ja sicherlich dort um Asyl ansucht. Und außerdem bietet Belgien den Asylgästen ja viel mehr als das arme Griechenland. Der Asylwerber zog also vor den EGMR und dann wird er wohl selber blöd dreingeschaut haben. Der Gerichtshof hat ihm nämlich nicht nur recht gegeben, sondern auch noch ein Vermögen (~38.000.- Euro – für afghanische Verhältnisse wohl ein Riesenvermögen) als Morgengabe zugesprochen.
Was sich diese abgehobenen, von jeglichem Hausverstand befreiten, vergutmenschlichten Selbstverwirklicher des EGMR bei der Urteilsfindung gedacht haben, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben. Fest steht jedenfalls, dass sie mit diesem Urteil einen immensen Schaden für Europa angerichtet haben.
Zum einen wird der Zuspruch von zehntausenden Euros eine Lawine von Glücksrittern animieren, ebenfalls über Griechenland in die EU zu reisen. Soviel Geld ist in den gängigen Herkunftsländern ja auch in Jahren nicht zu verdienen. Mit schnöder, ehrlicher Arbeit sowieso nicht und nicht einmal Verbrechen (die zudem noch ein gewisses Häfenrisiko an sich haben) werfen dort soviel ab. Da ist es doch viel einfacher, sich vollkommen risikolos von der Asylindustrie eine Weile verhätscheln zu lassen und dann als gemachter Mann mit EU-Geld in der alten Heimat einen Neustart zu wagen…
Zum andereren untergräbt dieses EGMR-Urteil die Institution der EU insgesamt. Es legt nämlich nahe, gültige Normen nicht einzuhalten. Belgien wurde ja verurteilt, weil die Dublin-II-Verordnung EINGEHALTEN worden ist. Worauf kann man dann noch vertrauen? Es sind ja jetzt schon jene die Blöden, welche die EU-Vorschriften auf Punkt und Beistrich einhalten. Diese werden künftig also noch mehr die Gelackmeierten sein. Und wenn sie das dann auch nicht mehr sein wollen, ist das Chaos ohnehin perfekt, dann wird sich wohl überhaupt niemand mehr um EU-Recht scheren…
Am Allerschlimmsten wird aber die Tatsache sein, dass durch diese offenbare Komplizenschaft der abgehobenen Oberschicht mit der Schlepper/NGO-Mafia wieder zehntausende (wenn nicht hunderttausende) EU-Bürger ihr Vertrauen in die EU-Institutionen, das für sich persönlich aufrecht zu erhalten ohnehin oft unmenschliche Anstrengungen erfordert
, endgültig verlieren werden. Wenn es so weiter geht, wird nämlich irgendwann die Stimmung im Volke von gemäßigt in radikal kippen und das kann wirklich niemand wollen. Die abgehobenen Guties sicherlich am allerwenigsten, denn die könnten dann in Afghanistan um Asyl ansuchen. Einen wasserdichten Asylgrund würden sie aber dann jedenfalls haben…