Es geht ja was weiter an der breiten Front gegen das Komatrinken. Im Gesundheitsministerium geht es mit den neuen Sauflizenzen gut voran und der Chef der OÖGKK durfte seine Schnapsidee auch ungestraft ablassen.
Aber Abseits vom unfreiwilligen Kabarett regiert der Alltag. Die Wirte sichern sich ab. Beispielsweise wurden die Kellner in einem Jugendtreff einer Großveranstaltung instruiert, bei Gästen Ausweise zu verlangen, wenn diese Alkohol wollten und jung aussehen würden. Für den Fall aber, dass der Alkohol wollende Gast noch keine 16 Jahre alt wäre, sollten sich die Kellner entschuldigen, ihn auf die gesetzlichen Bestimmungen hinweisen und keinen Alkohol verkaufen. Soweit wäre ja noch alles in Ordnung. Gleichzeitig aber sollten die Angestellten die zu jungen Gäste belehren, wie sie doch an Alkohol kommen könnten. Sie sollte ihnen sagen, dass sie sich nur jemanden, der schon 16 Jahre alt ist, zu suchen bräuchten und dieser solle den Alkohol für sie bestellen. Dann wäre alles ok…
Der Wirt hier dürfte nicht einer der Schlauesten sein, er dürfte, obwohl sich die Politiker sooo bemühten, das Problem gehörig missverstanden haben…
Man sollte hier aber dem Wirt nicht allzu große Vorwürfe machen. Die Belehrungen an die trinkwilligen Unter-16-jährigen sind ja nur eine Art unnötige “Fleißaufgabe”, denn die haben das wahrscheinlich schon praktiziert, als der Wirt noch gar nicht wusste, was Komasaufen bedeutet. Das kleine Beispiel verdeutlicht aber die Naivität, mit der hier zur Eindämmung des Alkoholkonsums von Jugendlichen vorgegangen wird…