Freilich hatte Standard & Poor’s geglaubt (und das zurecht), nicht mehr anders zu können, um wenigstens noch den Anschein eines Scheines wahren zu können, als sie die USA herabgestuft haben…
Solange die Ratingagenturen im Dienste (in deren Eigentum sie ja stehen) der Magnaten nur die Zinsen für Europa in die Höhe getrieben haben, war das der Administration des Heilands wurscht bis genehm. Aber jetzt, da sie sich in der Gestalt von Standard & Poor´s (Moody’s und Fitch sehen die Sache ja ähnlich, haben sich aber nicht getraut und S&P den Vortritt gelassen
) erdreistet haben, die USA (wahrscheinlich noch viel zu milde) herabzustufen, ist wohl schluss mit lustig. Da kann sogar der Göttliche nicht mehr an sich halten und schickt die Börsenaufsicht los. Standard & Poor´s muss ja zumindest falsch gerechnet haben – es kann ja nicht sein, was nicht sein darf.
Damit, dass die Ratings nicht stimmen, werden sie schon recht haben, die Amis. Allerdings hat das mit dem Rechnen rein gar nichts zu tun. Die Agenturen können sehr gut rechnen. Sogar so gut, dass ihre Prognosen rechnerisch immer exakt den Anweisungen der Magnaten entsprechen. Jeder Dorfdepp, der seine Sachen halbwegs beisammen hat, weiß, dass ein machbares Geschäft IMMER gemacht wird. Und ein Geschäft ist es allemal, die Zinsen für das eigene Geld nach Belieben in die Höhe treiben zu können. Das wissen die Amis sicher besser als ein x-beliebiger Dorfdepp, aber jetzt hat sich die Lage geändert. Standard & Poor´s hat ein Sakrileg begangen und der (mit dem Rücken zur Wand stehende) Göttliche wird ihnen wohl zeigen, wo der Bartl den Most herholt… ![]()
.
.
.
.
.
.
PS: Ja, ja, die US-Börsenaufsicht ist unabhängig. Aber eine Regierungsbehörde ist sie allemal…