1. Jul. 2010
Manchmal enttarnen sich die Manipulanten selber, weil selbst der letzte Dorfdepp aus den Handlungen die Ziele ableiten kann…
Gestern wurden Zahlen für das tödliche Unfallgeschehen auf Österreichs Straßen veröffentlicht. Insgesamt starben im ersten Halbjahr 2010 244 Menschen, was einem Rückgang von 16 Prozent entspricht. Diese positive Meldung wurde auch so von den Medien weitertransportiert (anfangs auch vom ORF), wie man aus den Schlagzeilen auf news.google.at (Stand: 01.07.2010, 11.50 Uhr) ersehen kann:
Negativrekord bei Zahl der Verkehrstoten – ORF.at
Zahl der Verkehrstoten neuerlich gesunken -Neue BVZ Online
Zahl der Verkehrstoten im ersten Halbjahr gesunken – Kleine Zeitung
Burgenland: Am wenigsten Verkehrstote – ORF.at
Zahl der Verkehrstoten zurückgegangen – ORF.at
Halbjahresbilanz: 53 Tote auf Österreichs Straßen – nachrichten.at
In Kärnten ist die Zahl der Verkehrstoten gestiegen – Kleine Zeitung
Weniger Verkehrstote im ersten Halbjahr 2010 -Vorarlberg Online
21 Menschen seit 2010 auf Salzburgs Straßen tödlich verunglückt -salzburg24.at
“Nur” 53 Tote – Weniger tödliche Verkehrsunfälle im Land -Krone.at
VCÖ: Im 1. Halbjahr 241 Verkehrstote – Rückgang um 16 Prozent – APA OTS
Beim ORF muss aber ob der guten Nachricht Panik ausgebrochen sein. Da werden die Hirne geraucht haben, etwas zu finden, um die meinungsverwandte Expertenschickeria bedienen zu können. Schließlich dürften die ORF-Manipulanten doch etwas gefunden haben, um die gute Nachricht in eine schlechte zu verkehren und den vom Leid anderer lebenden Experten die Möglichkeit zu eröffnen, ihr Dasein zu rechtfertigen. In Kärnten ist man fündig geworden, was ganz gut gepasst haben wird, weil die dort unten eh immer so immun gegen die Experten-Besserwisser-Verbots-Gehirnwäsche sind. Nur im Bundesland Kärnten hat es eine Steigerung von Verkehrtoten gegeben, was gleich zu der Schlagzeile “Negativrekord bei Zahl der Verkehrstoten” genügte.
Der Zweck, die linke Meinungsmafia zu unterstützen, ist damit genial erreicht, denn die meisten Leute lesen ja nur die Schlagzeile. Dass im Vergleichszeitraum des Vorjahres Kärnten mit 16 Unfalltoten einen Rückgang um 12 (knapp 43 Prozent) zu verbuchen hatte, die derzeitige Steigerung um 3 Opfer in Bezug darauf eigentlich als sehr moderat anzusehen wäre und dass Statistiken mit derart niedrigen Zahlen generell zufallsanfällig sind, realisiert fast niemand mehr. Die Schlagzeile bleibt picken und in stiller Demut wird die überwiegende Mehrheit künftige Restriktionen und Abzockereien im Straßenverkehr hinnehmen…
Dass diese Manipulation nicht zufällig geschieht, erkennt man ganz leicht im Text des ORF-Artikels:
2008 gab es in Kärnten im ersten Halbjahr übrigens 28 Verkehrstote.
Dieser unscheinbar im Text (mit seiner Aussage mehr oder weniger allein) stehende Satz wird wohl die Verteidigungsstrategie des ORF sein. Damit kann ihm nämlich niemand vorwerfen, es wäre nicht erwähnt worden, dass Kärnten gegenüber 2008 auch im Jahr 2010 noch immer einen Rückgang an Unfalltoten von ca 32 Prozent aufzuweisen hat…