Dass im Land des Messias jeder jeden jederzeit verklagen kann, weiß man ja. Wie dämlich es oft dabei zugeht, weiß man auch wenn man sich vor Augen führt, dass erfolgreich Millionen Dollar eingeklagt wurden, weil heißer Kaffee (ohne schriftlichen Warnhinweis) heiß ist. Da musste es ja förmlich kommen, dass auch mit dem Nur-für-unsere-Kinder-Schmäh versucht wird, Millionen anzueignen…
Ein Freund der amerikanischen Schnellabfütterungsanstalt McDonalds bin ich keineswegs. Die haben ja die Anti-Raucher-Religion als eine der ersten gepredigt und umgesetzt. Man muss dem Konzern aber lassen, dass man es dort versteht, Geschäfte zu machen und hin und wieder schmeckt deren Zeug auch mir ganz gut. Im schönen Amerika ist es (unterstützt durch das dämlich Rechtssystem) aber üblich, dass jedermann mit Hilfe irgendeines Gerichtes am Erfolg anderer gehörig mitnaschen kann. Und so ist auch McDonalds als Opfer bei der Klagsmafia recht beliebt und wurde bereits wegen allem möglichen auf Millionen verklagt (unter anderem weil heißer Kaffee tatsächlich heiß war).
Nun sind überall die missionarischen Gesundheitsapostel am werken, trichtern uns gehirnwäschegleich ein, was gut und was schlecht ist und erfinden dazu immer neue Ver- und Gebote. Auf dem derart aufbereiteten Terrain wagte nun eine Mutter in den USA eine Klage gegen McDonalds. Die gute Frau fühlt sich durch die Beigabe von Spielzeug bei den Happy Meals geschädigt:
„Ich werde permanent von meinen beiden Töchtern zum Kauf von ‚Happy Meals‘ gezwungen“
„Ich versuche zwar, dem Betteln meiner Kinder maximal einmal im Monat nachzukommen, aber das sorgt regelmäßig für Streit.“
[Zitat: www.orf.at]
Na, wenn man da nicht klagen muss, wann dann? ![]()
Wie verblödet muss eine Gesellschaft sein, wenn eine Mutter schon an solchen Problemen mit ihren Kindern scheitert und die Gerichte bemühen muss? Abgesehen davon wäre generell zu hinterfragen, ob wegen einer unfähigen Kuh der ganzen anderen Herde Vorschriften gemacht werden sollen…
Aber wie auch immer, es wird sich ein Richter finden, welcher McDonalds verurteilt. In der alltagsfaschistischen Zeit, in der wir leben, ist so etwas ja gerade äußerst hipp und amerikanische Richter haben schon oft bewiesen, dass sie zeitgeistigen Strömungen gerne folgen. Und außerdem ist es ja zum Wohl der Kinder…
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PS: Ich weiß natürlich, dass die klagende Mutter keineswegs das Wohl ihrer Kinder im Auge hat, sondern nur das $-Zeichen und dass solche Klagen sonst nichts sind, als versuchter Diebstahl mit Richtern als Beihelfer…