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17. Dez. 2010

Dass im Land des Messias jeder jeden jederzeit verklagen kann, weiß man ja. Wie dämlich es oft dabei zugeht, weiß man auch wenn man sich vor Augen führt, dass erfolgreich Millionen Dollar eingeklagt wurden, weil heißer Kaffee (ohne schriftlichen Warnhinweis) heiß ist. Da musste es ja förmlich kommen, dass auch mit dem Nur-für-unsere-Kinder-Schmäh versucht wird, Millionen anzueignen…

Ein Freund der amerikanischen Schnellabfütterungsanstalt McDonalds bin ich keineswegs. Die haben ja die Anti-Raucher-Religion als eine der ersten gepredigt und umgesetzt. Man muss dem Konzern aber lassen, dass man es dort versteht, Geschäfte zu machen und hin und wieder schmeckt deren Zeug auch mir ganz gut. Im schönen Amerika ist es (unterstützt durch das dämlich Rechtssystem) aber üblich, dass jedermann mit Hilfe irgendeines Gerichtes am Erfolg anderer gehörig mitnaschen kann. Und so ist auch McDonalds als Opfer bei der Klagsmafia recht beliebt und wurde bereits wegen allem möglichen auf Millionen verklagt (unter anderem weil heißer Kaffee tatsächlich heiß war).

Nun sind überall die missionarischen Gesundheitsapostel am werken, trichtern uns gehirnwäschegleich ein, was gut und was schlecht ist und erfinden dazu immer neue Ver- und Gebote. Auf dem derart aufbereiteten Terrain wagte nun eine Mutter in den USA eine Klage gegen McDonalds. Die gute Frau fühlt sich durch die Beigabe von Spielzeug bei den Happy Meals geschädigt:

„Ich werde permanent von meinen beiden Töchtern zum Kauf von ‚Happy Meals‘ gezwungen“
„Ich versuche zwar, dem Betteln meiner Kinder maximal einmal im Monat nachzukommen, aber das sorgt regelmäßig für Streit.“
[Zitat: www.orf.at]

Na, wenn man da nicht klagen muss, wann dann? :)
Wie verblödet muss eine Gesellschaft sein, wenn eine Mutter schon an solchen Problemen mit ihren Kindern scheitert und die Gerichte bemühen muss? Abgesehen davon wäre generell zu hinterfragen, ob wegen einer unfähigen Kuh der ganzen anderen Herde Vorschriften gemacht werden sollen…

Aber wie auch immer, es wird sich ein Richter finden, welcher McDonalds verurteilt. In der alltagsfaschistischen Zeit, in der wir leben, ist so etwas ja gerade äußerst hipp und amerikanische Richter haben schon oft bewiesen, dass sie zeitgeistigen Strömungen gerne folgen. Und außerdem ist es ja zum Wohl der Kinder
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PS: Ich weiß natürlich, dass die klagende Mutter keineswegs das Wohl ihrer Kinder im Auge hat, sondern nur das $-Zeichen und dass solche Klagen sonst nichts sind, als versuchter Diebstahl mit Richtern als Beihelfer… ;)

26. Jan. 2010

Man kann die “Weisheit” aus millionen Büchern und von Legionen von Experten oft auch mit wenigen Worten auf den Punkt bringen – wie Felipe Calderón, Präsident von Mexiko, gerade bewiesen hat…

Mexiko hat anscheinend das “dickste Volk der Welt”. Laut WHO-Zahlen (dort dürfte man gerade die Raucher als erledigt abhakeln und die Molligen ins Visier nehmen ;) ) sind in Mexiko 70 Prozent aller Erwachsenen und Kinder zwischen 5 und 11 Jahren übergewichtig. Das kann natürlich Il Presidente nicht schmecken und so hielt er in seiner diesbezüglichen Standpauke für das Volk genial einfach fest, dass an dem Dilemma “das sogenannte Vitamin T: Tacos, Torten und Tortillas” schuld sei.

Doktorbetitelte Ernährungsberater (wie sie überall ihr Unwesen treiben ;) ) braucht Felipe Calderón offenbar nicht, um das Grundproblem zu erkennen. Wer zu viel isst, nimmt zu. That´s it. “Ein leerer Sack steht nicht“, sagten schon unsere Altvorderen. Für diese Erkenntnis sollte man weder WHO noch Ernährungsberater brauchen. Das sollte einem der normale Hausverstand alleine sagen. Der wird aber leider immer seltener. Denen, die ihn nicht freiwillig abgeben, wird er durch gehirnwaschende Volksverblödung ausgetrieben. Das hat den ganz einfachen Grund, dass Leute, die sich ein Quentchen Hausverstand zurückbehalten haben, einen, der sie aussackelt, nicht auch noch lieben. Und genau das ist schlecht für´s Geschäft – das wissen die vereinigten Guten natürlich… :)

18. Jan. 2010

Es war von Anfang an klar, dass nach den Rauchern die Dicken bekriegt werden sollen. Das ist wohl schon in vollem Gange, denn jetzt werden meistens Übergewichtige in einem Atemzug mit den Rauchern negativ genannt. So auch in der Studie des Robert Koch Institutes in Berlin…

Demnach kann man Rauchen und Übergewicht nach dem sozioökonomischen Hintergrund der “Betroffenen” quantifizieren. Zusammengefasst kann man sagen, dass in den unteren Schichten mehr geraucht, mehr (unvorteilhaft) gegessen und zudem sich weniger sportlich betätigt wird. Und das zum Teil beträchtlich – bei den Rauchern etwa ca 50 zu ca 30 Prozent.

Nun ist das Ergebnis der Studie eine sooo große Überraschung nicht. Man kann das ja mit freiem Auge selber überall sehen. Warum das so ist, sollte auch ziemlich klar sein. Angehörige der unteren Schichten haben idR weniger Geld zur Verfügung und da sind Rauchen und billiges Essen ein Luxus, den man sich halt leistet. Für viele wird das wohl überhaupt den einzigen leistbaren Luxus darstellen.

In gehobeneren Kreisen ist das nicht so. Dort spielt der Tennislehrer genausowenig eine Rolle, wie die Mitgliedschaft im Golfclub und jede beliebige Sportausrüstung und -ausübung ist locker leistbar. In diesen Kreisen muss man gewöhnlich nicht zu Hause sitzen und sinnieren, wie man die Freizeitwoche (und vieles andere) über die Runden kriegt.

Und noch einen Grund für das Ergebnis der Studie gibt es. Während für ärmeren Schichten Essen, Rauchen und Alkohol (wurde zwar von der Studie nicht erfasst, aber da wird das Verhältnis wohl auch nicht viel anders sein…) die einzigen legalen Mittel zur Suchtbefriedigung sind, stehen der gehobenen Gesellschaft zusätzlich noch jene Drogen zur Verfügung, die von den Seelenklempnern vertickt werden… :)