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22. Jun. 2010

Einem Artikel auf orf.at ist zu entnehmen, dass sich immer mehr Österreicher einer Vorsorgeuntersuchtung stellen…

Ein gewisser Josef Probst, seines Zeichens stellvertretender Generaldirektor des Hauptverbandes der Sozialversicherungen, jubelt. Ein großer Erfolg sei es, dass nahezu jeder 8. Österreicher einmal pro Jahr zur Vorsorgeuntersuchung geht. Die Sozialversicherungen, die sonst aus lauter Geldnot den Allerwertesten nicht mehr zusammen bringen, bezahlen die Untersuchungen und tun alles, um die Zahl noch zu steigern. So werden künftige Patienten sogar zu den Untersuchungen eingeladen.

Der Herr Probst ist also zufrieden mit den vielen Freiwilligen, für die die Kassen bezahlen dürfen. Die Ärztekammer wird wohl auch zufrieden sein. Einerseits verdienen ihre Mitglieder schon an den Untersuchungen selber und andererseits sind solche Reihenuntersuchungen auch Patientenerzeugungsmaschinen. Und heilen kann man schließlich ja nie genug. Die unnötig operierten Brust- und Prostatapatienten lassen an dieser Stelle schön grüßen…

Im ORF-Artikel wird dem Herrn Stellvertreter ua in den Mund gelegt:

Die Umstellung vor einigen Jahren zeige somit Wirkung. Nun soll auch überprüft werden, ob die zugenommenen Vorsorge-Untersuchungen auch zu einer besseren Gesundheit führen.

Ja, sind die vom Hauptverband überhaupt noch ganz klar in den oberen Regionen oder bloß ein Fall für den Korruptionsstaatsanwalt? Die geben hunderte Millionen Euro aus, ohne zu wissen, wofür? Es könnte nach Probst also genauso gut sein, dass die vermehrten Vorsorgeuntersuchungen zu mehr Krankheit führen. Er weiß es nicht, er muss das ja erst überprüfen…